Ermittlungen gegen LEAG: Umweltskandal um Braunkohle emittiert!
In Cottbus ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen LEAG nach umweltrechtlichen Vorwürfen der Deutschen Umwelthilfe.

Ermittlungen gegen LEAG: Umweltskandal um Braunkohle emittiert!
Ein Sturm der Entrüstung zieht durch die Region: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat am 3. November 2025 Strafanzeige gegen die Vorstandschaft und den Aufsichtsrat der Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG) eingereicht. Grund für diese rechtlichen Schritte sind ernste Vorwürfe, die im Zusammenhang mit unvollständigen Angaben zu Emissionen im Braunkohletagebau stehen.
Die Staatsanwaltschaft Cottbus hat bereits Ermittlungen aufgenommen, und die DUH fordert umfassende Aufklärung über die tatsächlichen Emissionen des Unternehmens sowie die finanziellen Risiken aus der Rekultivierungspflicht. Einem Bericht der DUH zufolge wurde die Anzeige im April 2025 erstattet, nachdem ein Verdacht auf erhebliche Emissionen aufgetaucht war, die im Lagebericht der LEAG nicht aufgeführt waren.
Austauschbare Zahlen? Die DUH wirft der LEAG zudem vor, in ihrem Exkurs über erneuerbare Energien irreführende Informationen zu verbreiten. Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner betont die Dringlichkeit, Umweltauflagen und Berichtspflichten ernst zu nehmen. Es ist zu beachten, dass die Unschuldsvermutung bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens gilt.
Umweltfragen im Fokus
Doch was bedeutet dieser Vorfall für die Umwelt? Der Abbau und die Nutzung von Braunkohle haben gravierende negative Auswirkungen auf Natur und Landschaft. Ganze Landstriche werden verwüstet, Grundwasser geschädigt und Siedlungen in Mitleidenschaft gezogen, wie auch BUND NRW erläutert. Bei der Umwandlung von Braunkohle in Energie entweicht wertvolles Kohlendioxid, und die Gewässer werden durch Kühlwasser aufgeheizt. Zudem hinterlässt der Tagebau große Restlöcher, die über viele Jahrzehnte hinweg Wasser angesammelt werden sollen.
Die Fakten sprechen für sich: Bis Ende 2024 wurden im Rheinland 34.457 Hektar Land vom Braunkohlentagebau beansprucht, wobei von diesen 24.026 Hektar bereits wieder nutzbar gemacht werden konnten. Dies geschah in verschiedenen Formen: 13.156 Hektar wurden für landwirtschaftliche Zwecke hergerichtet, 8.838 Hektar wurden aufgeforstet, und 820 Hektar stehen nun als Wasserflächen zur Verfügung. Aktuell beträgt die Betriebsfläche 10.431 Hektar, und zwischen 2013 und 2024 wurden rund 4 Milliarden Kubikmeter „Abraum“ gefördert.
Finanzielle und ökologische Verantwortung
Klar wird dabei, dass die Förderung von Braunkohle auch finanziell eine immenser Herausforderung darstellt. Um 44 Millionen Tonnen Braunkohle zu fördern, mussten 191 Millionen Tonnen Material abgetragen werden, wodurch das aktuelle Abraum-Kohle-Verhältnis bei beachtlichen 4,36 : 1 liegt. Dies zeigt nicht nur, wie viel Material für wenig Kohle bewegt wird, sondern wirft auch Fragen zur Nachhaltigkeit auf.
Wie sieht die Zukunft aus? Die Entwicklung muss intensiv beobachtet werden, denn die Auswirkungen des Braunkohletagebaus sind nicht nur regional spürbar. Sie bringen auch eine große Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft mit sich.