Lebensgefährliches Bornavirus: Havelland Kliniken schlagen Alarm!
Das Havelland bereitet sich auf mögliche Bornavirus-Fälle vor, nachdem ein Mann in Bayern starb. Kliniken schulen Personal zur Notfallversorgung.

Lebensgefährliches Bornavirus: Havelland Kliniken schlagen Alarm!
Was geschieht da im Süden Deutschlands? Der Fall eines Mannes, der im Frühjahr 2025 in Pfaffenhofen, Oberbayern, an einer Bornavirus-Infektion verstarb, sorgt nun für Besorgnis, insbesondere in den Kliniken des Havellands, die rund 600 Kilometer entfernt liegen. Silke Monte, Pressesprecherin der Havelland Kliniken, betont, dass die Einrichtungen in Nauen und Rathenow sich intensiv auf mögliche Fälle vorbereiten. Eine weitere Person in Pfaffenhofen wird derzeit medizinisch behandelt, während die Kliniken in Havelland Schulungen zur Notfallversorgung durchführen, um Symptome, Ansteckungswege und Informationen zu Spezialkliniken zu vermitteln. Trotz dieser Vorkehrungen sind den Kliniken bisher keine Fälle des Bornavirus bekannt, wie auf maz-online.de berichtet wird.
Doch was genau ist das Bornavirus? Das Virus, auch bekannt als Borna Disease Virus 1 (BoDV-1), stellt eine ernst zu nehmende Gefahr dar. Es kann eine schwere Gehirnentzündung (Enzephalitis) auslösen, die in den meisten Fällen tödlich endet. Das Robert-Koch-Institut (RKI) berichtet von jährlich 2 bis 6 Infektionen in Deutschland, wobei jüngst ein siebenjähriger Junge in Bayern infolge einer Infektion verstarb. Damen und Herren, hier ist Vorsicht geboten – das Virus ist vor allem in Ost- und Süddeutschland sowie in Österreich, Liechtenstein und der Schweiz verbreitet. Ein Großteil der infizierten Fälle wurde in Bayern registriert, wie auch die Berichterstattung auf stern.de zeigt.
Übertragungswege und Symptome
Das Bornavirus hat einen natürlichen Wirt: die Feldspitzmaus. Diese kleinen Tiere zeigen selbst keine Symptome, sind aber Träger des Virus. Über den Kontakt mit ihrem Urin, Speichel oder Kot kann die Ansteckung auf den Menschen erfolgen. Aber wie läuft das ab? Die genauen Übertragungswege sind unklar, jedoch wird angenommen, dass der Mensch sich durch kontaminierte Nahrungsmittel oder Wasser sowie das Einatmen von verunreinigtem Staub infizieren kann. Direktes Beißen oder der Kontakt mit den Ausscheidungen der Feldspitzmäuse könnten ebenfalls Infektionen begünstigen. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist laut den Informationen von brisant.de extrem unwahrscheinlich.
Anzeichen einer Infektion sind Fieber, Kopfschmerzen und ein allgemeines Krankheitsgefühl, kombiniert mit neurologischen Symptomen wie Verhaltensauffälligkeiten, Sprach- und Gangstörungen. Die Erkrankung verläuft in der Regel tödlich, und Überlebende behalten meist schwerste Folgeschäden. Offiziell ist die Erkrankung seit 2020 meldepflichtig, und betroffene Personen müssen umgehend in spezialisierten Kliniken behandelt werden.
Prävention ist alles
So was kann man tun, um sich vor dem Bornavirus zu schützen? Klar ist: Der Kontakt mit Feldspitzmäusen und deren Ausscheidungen sollte möglichst vermieden werden. Experten raten dazu, bei der Beseitigung toter Mäuse Gummihandschuhe und Schutzmasken zu tragen. Auch sollte man Nahrungsquellen von Spitzmäusen in Garten und Haus identifizieren und säubern. Hier gilt es, ein gutes Händchen zu haben, denn Prävention ist das A und O, um sich aus dieser Gefahrenzone herauszuhalten.
Insgesamt bleibt festzuhalten: Mit dem Bornavirus ist nicht zu spaßen. Das Bewusstsein für diese seltene, aber gefährliche Krankheit ist entscheidend, um sich und andere zu schützen. Daher sind die aktuellen Vorbereitungen der Havelland Kliniken und die Information der Bevölkerung mehr als nur alarmierend – sie sind notwendig!