Vogelgrippe im Havelland: Gefahr für die Geflügelhalter wächst!
Im Havelland breitet sich die Vogelgrippe aus. Experten warnen vor ernsten Konsequenzen für Geflügelhalter und die Tierhaltung.

Vogelgrippe im Havelland: Gefahr für die Geflügelhalter wächst!
Die Vogelgrippe breitet sich derzeit mit alarmierender Geschwindigkeit im Havelland aus. Besonders betroffen sind Kraniche, die in großer Zahl verenden. Dirk Peters, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Havelland, äußert seine Besorgnis über die besorgniserregende Situation. Helfer haben Mühe, Kadaver von den Feldern in Linum und bei Nauen einzusammeln. Er warnt, dass sich die Lage noch zuspitzen könnte, besonders da der Herbstzug der Wildgänse noch nicht richtig begonnen hat. „Das könnte die Ausbreitung der Seuche zusätzlich begünstigen“, so Peters.
Im gesamten Bundesgebiet stehen wir vor einer ernsthaften Herausforderung. Laut ZDF heute, ist die Vogelgrippe in Deutschland ganzjährig präsent, verstärkt sich jedoch mit dem Herbstvogelzug. In letzter Zeit sind in Baden-Württemberg in einem einzigen Geflügelbetrieb 15.000 Tiere getötet worden, und in vielen Regionen haben Tausende Kraniche ihr Leben verloren. Das Friedrich-Loeffler-Institut hat das Risiko für weitere Ausbrüche in Geflügelhaltungen auf „hoch“ eingestuft.
Was bedeutet das für die Geflügelhalter im Havelland? Momentan sind noch keine größeren Schäden bei den lokalen Geflügelhaltern gemeldet worden, doch der Blick auf andere Regionen wirft ein düsteres Bild. In Oberhavel mussten zuletzt 5000 Gänse und 3600 Enten getötet werden, während in Potsdam-Mittelmark 6200 Puten in einem Betrieb gekeult wurden. Im ganzen Land wurden diesen Herbst bereits über 200.000 Hühner, Gänse, Enten und Puten aufgrund von Ausbrüchen getötet, berichtet Tagesschau.
Dringende Empfehlungen an die Tierhalter
Besonders vor Weihnachten könnte die Lage für viele Geflügelhalter kritisch werden, da sie während dieser Zeit auf das Weihnachtsgeschäft angewiesen sind. Peters empfiehlt, gesunde Tiere, die für das Fest bestimmt sind, lieber vorzeitig zu schlachten und einzufrieren. Dies könnte helfen, mögliche Verluste zu minimieren.
Die Bevölkerung muss sich keine großen Sorgen um ihre Gesundheit machen. Aktuell sind keine H5N1-Fälle bei Menschen bekannt, jedoch besteht bei einer hohen Infektionsdosis ein Übertragungsrisiko. Das Bundeslandwirtschaftsministerium ruft daher zu striktem Schutz auf und empfiehlt den Geflügelhaltern, Hygieneregeln genauestens zu befolgen und den Kontakt zu Wildvögeln zu vermeiden. Zudem wird geraten, Kontakte zu erkrankten oder verendeten Vögeln zu meiden und solche Funde umgehend den Behörden zu melden.
Alle Augen sind nun auf die kommenden Tage gerichtet, während sowohl Landwirte als auch die Behörden die Situation im Auge behalten, um die Ausbreitung der Vogelgrippe so gut wie möglich einzudämmen. Es bleibt zu hoffen, dass die strengen Maßnahmen und die Unterstützung des Kreisbauernverbandes dazu beitragen, dass die Lage sich stabilisiert und keine neuen Ausbrüche hinzukommen.