Inlandsflüge am BER: Emissionssünder im Vergleich zur Bahn!
Der Artikel beleuchtet die Entwicklung der Inlandsflüge am Flughafen BER, CO2-Emissionen und Klimaziele für Berlin und Brandenburg im Jahr 2025.

Inlandsflüge am BER: Emissionssünder im Vergleich zur Bahn!
Der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) spielt eine zentrale Rolle im deutschen Flugverkehr. Aktuell sind etwa 17% aller Flüge, die am BER starten, Inlandsflüge. Im Vergleich dazu lagen die innerdeutschen Flüge im Jahr 2024 sogar bei 17,7%, während der Anteil von Januar bis September 2025 bei 16,9% stagnierte. Damit gehört der BER zu den drei großen deutschen Flughäfen mit dem höchsten Anteil an Inlandsflügen, was ein gutes Geschäft für die regionale Anbindung darstellt, wie rbb24 berichtet.
Die Konkurrenz schläft jedoch nicht. Der Flughafen München hat mit 17,1% im Jahr 2024 und 17,6% von Januar bis September 2025 eine ähnliche Situation, während Hamburg mit rund 20% an der Spitze steht. Im Vergleich dazu sieht es für Köln-Bonn mit nur 10,19% eher mau aus. Diese Zahlen werfen auch ein Licht auf die aktuellen Herausforderungen und Ziele im deutschen Luftverkehr.
Ein kritischer Blick auf die Emissionen
Besonders im Hinblick auf die Klimaziele von Städten wie Berlin und Brandenburg wird der Anteil an Inlandsflügen kritisch betrachtet. Der Berliner Senat hat sich zum Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen bis 2030 um mindestens 70% im Vergleich zu 1990 zu senken. Brandenburg hat mit einem noch ambitionierteren Ziel von 74% auch noch viel vor. Doch die Realität sieht anders aus: Die CO2-Emissionen aus dem Flugverkehr sind von 1,08 Millionen Tonnen im Jahr 2022 auf 1,82 Millionen Tonnen im Jahr 2023 gestiegen, was Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit aufwirft.
Inlandsflüge verursachen dabei über elfmal so viele Emissionen wie der Fernverkehr der Bahn und fast zehnmal so viele wie Fernbusse. Hier fordert die Deutsche Umwelthilfe ein Ende der Subventionen für Inlandsflüge und eine stärkere Förderung des Bahnverkehrs, um die Luftfahrt nachhaltig zu reformieren.
Die Flughäfen im Vergleich
Die innerdeutschen Flüge am BER starten überwiegend nach Frankfurt, München, Düsseldorf, Köln/Bonn, Stuttgart und Saarbrücken. Die Anbindungen sind teilweise gut, wie etwa die Züge nach Frankfurt und Düsseldorf, die in nur 4,5 Stunden erreichbar sind. Für eine Reise nach Köln-Bonn muss man hingegen mit rund 5 Stunden rechnen, während man nach München sogar bis zu 6 Stunden einplanen sollte.
Die Entwicklung ist nicht ganz optimal. Die Zahl der innerdeutschen Fluggäste am BER sank zwischen 2019 und 2024 um nahezu 65%. Dennoch arbeitet die Berliner Wirtschaftsverwaltung intensiv daran, das Angebot an Mittel- und Langstreckenverbindungen zu verbessern, um mehr Reisende anzulocken.
Zusammengefasst zeigt sich, dass der Flughafen BER ein bedeutender Knotenpunkt im deutschen Luftverkehr ist, aber auch vor großen Herausforderungen steht. Während die Anteile der Inlandsflüge nach wie vor einen hohen Stellenwert haben, wird die Notwendigkeit, die CO2-Emissionen zu senken und eine nachhaltige Verkehrsinfrastruktur zu fördern, immer dringender. Nur so können wir den Flugverkehr der Zukunft gestalten.
Zusätzlich gibt es neue Entwicklungen und Ansätze im Bereich der Künstlichen Intelligenz, die das Reisen noch effizienter machen könnten. Projekte zur Optimierung von Reiseplanung von Flügen sowie zur Verbesserung der Reisekommunikation setzen auf innovative Technologien. Diese könnten in Zukunft sogar zur Reduzierung des Flugverkehrs beitragen, doch das bleibt abzuwarten. Mehr dazu erfahren Sie auf Github.