Kirschen-Hochlauf: Brandenburg erwartet Rekordernte trotz Frostschäden!
Brandenburg erwartet 2025 eine bessere Kirschernte nach Frostschäden. Prognosen für süße und saure Kirschen steigern Ertragserwartungen.

Kirschen-Hochlauf: Brandenburg erwartet Rekordernte trotz Frostschäden!
Die Kirschenernte 2025 hat große Erwartungen geweckt. Nach einem schwachen Jahr 2024 blickt die Branche positiv in die Zukunft, und die ersten Hochrechnungen versprechen eine ertragreiche Saison. In Deutschland wird mit einer Gesamternte von rund 49.900 Tonnen Süß- und Sauerkirschen gerechnet, was einem Anstieg von etwa 41 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht, wie Destatis berichtet. Diese Zahl übersteigt zudem den Zehnjahresschnitt von 45.200 Tonnen.
Besonders erfreulich ist die Entwicklung in Brandenburg. Laut Gabot wird hier eine Ernte von 541 Tonnen prognostiziert, was einen Anstieg von 377 Tonnen im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Während die Süßkirschenernte auf etwa 199 Tonnen geschätzt wird, wird für Sauerkirschen ein in der Region überdurchschnittlicher Ertrag von 341 Tonnen erwartet. Der Frost in diesem Jahr hat allerdings nicht verschont: Ein Spätfrostereignis am 6. Mai mit Temperaturen bis zu -5 °C hat einige Kirschblüten beschädigt, was die Ertragsaussichten regional unterschiedlich beeinflusste.
Wetter spielt eine Schlüsselrolle
Das milde Wetter im Frühjahr und der Mangel an starken Niederschlägen während der Blütezeit haben maßgeblich zur positiven Entwicklung beigetragen. In diesen entscheidenden Monaten von Ende März bis Mai 2025 zeigten sich die Witterungsbedingungen optimal, was somit der Ernte den notwendigen Schub gab, wie Tagesschau informiert.
Allerdings sind die Anbauflächen für Kirschen seit 2007 rückläufig. Im Vergleich zu 2006, als noch 750 Hektar mit Süßkirschen bepflanzt waren, beläuft sich die Fläche 2025 auf nur etwa 204 Hektar in Brandenburg. Auch die Anbaufläche für Sauerkirschen ist mit 60 Hektar verhältnismäßig klein. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Anbauflächen auf die endgültigen Erträge auswirken werden.
Regionale Unterschiede und Ertragserwartungen
Die besten Ernteerwartungen für Süßkirschen werden für die Anbauregionen in Baden-Württemberg, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz gemeldet. Baden-Württemberg allein wird voraussichtlich 18.900 Tonnen Süßkirschen ernten, was einen Anstieg von 6,2 Prozent zum Vorjahr darstellt. Die Sauerkirschenernte wird hingegen in Rheinland-Pfalz aufgrund der großen Anbauflächen mit 3.700 Tonnen und einer Steigerung von sogar 91,9 Prozent betrachtet.
Insgesamt zeigt sich ein positiver Trend für die Kirschernte 2025, doch die endgültigen Erträge werden stark vom weiteren Witterungsverlauf abhängig sein. Wir dürfen gespannt sein, wie sich die Ernte im Lauf der Saison entwickelt und ob die Prognosen in Erfüllung gehen.