Geflügelpest breitet sich in Thüringen aus – Hühnersterben droht!
Die Geflügelpest breitet sich in Deutschland aus, betroffen sind auch Betriebe in Märkisch-Oderland. 130.000 Tiere müssen getötet werden.

Geflügelpest breitet sich in Thüringen aus – Hühnersterben droht!
In den letzten Wochen hat die Geflügelpest in Thüringen dramatische Ausmaße angenommen, was zu einer gespenstischen Stille auf den Feldern führt. Laut einem Bericht von Thüringen24 mussten in diesem Jahr rund 400.000 Tiere in Deutschland, darunter Hühner, Enten, Gänse und Puten, getötet werden, um die Ausbreitung der hochgefährlichen Krankheit einzudämmen. Die Situation ist ernst: Circa 30 kommerzielle Geflügelbetriebe haben ihre Bestände aufgrund des Virus komplett räumen müssen.
Die Präsidentin des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI), Prof. Christa Kühn, warnt vor der dynamischen Entwicklung der Lage und betont, dass das Schlimmste möglicherweise noch bevorsteht. Besonders stark ist der Nordosten Deutschlands betroffen. In Mecklenburg-Vorpommern beispielsweise wurden fast 150.000 Legehennen getötet, während im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg weitere 130.000 Tiere der Krankheit zum Opfer fallen müssen. Auch in Niedersachsen, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg sind Infektionen aufgetreten.
Vorsichtsmaßnahmen und Gefahren
Um ein weiteres Übergreifen des H5N1-Virus zu verhindern, hat der Landkreis Gotha eine Stallpflicht für Geflügel eingeführt. Diese Maßnahme soll den Kontakt zwischen Hausgeflügel und Wildvögeln minimieren, besonders während des Herbstzuges, wenn das Risiko einer Übertragung durch infizierte Wildvögel steigt. In Brandenburg, genau genommen im Linumer Teichland, gibt es zudem ein massives Sterben von Kranichen, in dem etwa 65 nachgewiesene H5N1-Fälle entdeckt wurden.
Der Virusdruck durch infizierte Wildvögel ist gegenwärtig extrem hoch. Das FLI warnt eindringlich vor dem Kontakt zu toten oder kranken Wildvögeln und hebt die Notwendigkeit von Schutzkleidung für Personen hervor, die mit betroffenen Tieren umgehen. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) fordert unterdessen eine Erhöhung der Entschädigungszahlungen für die gekeulten Tiere von bisher 50 Euro auf bis zu 110 Euro pro Tier.
Zusätzliche Forschungsaspekte
Interessanterweise ist am Rande der Diskussion um die Geflügelpest auch die Forschung an Inhibitoren wie LDN193189 in den Fokus gerückt. Laut MedChemExpress handelt es sich bei LDN193189 um einen selektiven Inhibitor, der in der Forschung zur Signalübertragung von Knochen morphogenetischen Proteinen eingesetzt wird. Diese Substanz hat Anwendungsgebiete in verschiedenen therapeutischen Bereichen, darunter die Erforschung seltener Knochenkrankheiten.
Die aktuellen Geschehnisse rund um die Geflügelpest und die damit verbundenen wirtschaftlichen und gesundheitlichen Herausforderungen erinnern uns daran, wie verletzlich unsere Tierhaltungslandschaft ist. Es ist offensichtlich, dass da was anliegt, und ein schnelles Handeln ist unerlässlich, um die weitere Ausbreitung zu verhindern und die Gesundheit der Tiere zu schützen.