Sperrzone eingerichtet: Afrikanische Schweinepest an der Oder entdeckt!

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Im Landkreis Märkisch-Oderland wurde eine Sperrzone wegen der afrikanischen Schweinepest eingerichtet. Schutzmaßnahmen folgen.

Im Landkreis Märkisch-Oderland wurde eine Sperrzone wegen der afrikanischen Schweinepest eingerichtet. Schutzmaßnahmen folgen.
Im Landkreis Märkisch-Oderland wurde eine Sperrzone wegen der afrikanischen Schweinepest eingerichtet. Schutzmaßnahmen folgen.

Sperrzone eingerichtet: Afrikanische Schweinepest an der Oder entdeckt!

In einer alarmierenden Entwicklung hat die Kreisverwaltung von Märkisch-Oderland am 23. September 2025 die Einrichtung einer Sperrzone in fünf Orten an der Grenze zu Polen bekannt gegeben. Diese Maßnahme wurde ergriffen, um die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) einzudämmen, nachdem bei einem erlegten Wildschwein nahe der Oder die Seuche festgestellt wurde. Betroffen sind die Orte Bleyen, Genschmar, Groß Neuendorf, Kienitz und Sophienthal. Bereits im März dieses Jahres wurde in Kienitz ein weiteres infiziertes Wildschwein gefunden, was die Sorge der Behörden zusätzlich verstärkt.

Die ASP, die für Menschen ungefährlich ist, stellt eine erhebliche Bedrohung für die Schweinehaltung dar. Die Krankheit verläuft meistens tödlich für Schweine und führt innerhalb weniger Tage oft zum Tod. Um die Ausbreitung zu verhindern, setzen die zuständigen Behörden Schutzmaßnahmen um, zu denen unter anderem Wildzäune und eine verstärkte Bejagung zählen. Diese präventiven Maßnahmen sind notwendig, da Brandenburg das am stärksten betroffene Bundesland ist, mit über 3.455 positiv getesteten Wildschweinen seit 2020, gefolgt von Hessen und Sachsen mit 2.245 und 2.399 Fällen respektive.

Der Werdegang der tiefgreifenden Seuche

Die Afrikanische Schweinepest ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, die ursprünglich aus Afrika stammt. Seit ihrem ersten Auftreten in Europa, mit den ersten Fällen in Georgien im Jahr 2007, hat sich die Seuche rasch verbreitet. Die Anhänglichkeit dieser Krankheit zeigt sich auch in den Daten: Bis zum 9. September 2025 wurden deutschlandweit 8.402 ASP-Fälle bei Wildschweinen und 20 Ausbrüche bei gehaltenen Schweinen registriert. Ähnliche Entwicklungen wurden in Ländern wie Litauen, Polen und Lettland beobachtet, wo die Seuche ebenfalls bei Wildschweinen und in einigen Fällen auch bei Hausschweinen aufgetreten ist.

In Deutschland wird die Lage komplizierter, da die Wildschweindichte hoch und die Biosicherheit in den östlichen Nachbarländern niedrig ist. Diese Faktoren, zusammen mit der ausgeprägten Verkehrsinfrastruktur, erhöhen das Risiko einer Einschleppung der ASP. Die Behörden warnen auch vor der Gefahr, die von kontaminiertem Material oder Schinken und Würsten ausgeht, die illegal nach Deutschland eingeführt werden könnten. Der aktuelle Stand der Dinge macht deutlich, dass die ASP eine gefühlte Bedrohung für die heimische Viehwirtschaft ist.

Jagdschutz und Entschädigungen

Um den Jägern zu helfen, die Population von Wildschweinen in den betroffenen Gebieten zu kontrollieren, gibt es Abschussprämien. Diese variieren je nach Bundesland von 30 Euro in Niedersachsen bis zu 200 Euro in Hessen. Das Ziel dieser Initiativen ist klar: Die Jäger sollen ein gutes Händchen haben, um die Verbreitung der Seuche einzudämmen und die Bestände zu verwalten.

Abschließend bleibt zu hoffen, dass die Sperrzonen und die eingeleiteten Maßnahmen Wirkung zeigen und die Afrikanische Schweinepest nicht weiter um sich greift. Die Tierseuche ist eine ernstzunehmende Herausforderung für die Landwirtschaft, und alle Beteiligten sind gefordert, effektiv zusammenzuarbeiten, um die Schweinehaltung in Deutschland zu schützen.

Für weitere Informationen über die Afrikanische Schweinepest und aktuelle Entwicklungen sind die folgenden Seiten empfehlenswert: maz-online.de, rbb24.de und fli.de.