Vogelgrippe-Alarm in Brandenburg: Über 170.000 Tiere gekeult!

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In Märkisch-Oderland wurden über 170.000 Tiere wegen Vogelgrippe getötet. Experten warnen vor ansteckenden Wildvögeln.

In Märkisch-Oderland wurden über 170.000 Tiere wegen Vogelgrippe getötet. Experten warnen vor ansteckenden Wildvögeln.
In Märkisch-Oderland wurden über 170.000 Tiere wegen Vogelgrippe getötet. Experten warnen vor ansteckenden Wildvögeln.

Vogelgrippe-Alarm in Brandenburg: Über 170.000 Tiere gekeult!

Im Moment steht Brandenburg aufgrund eines ernsthaften Ausbruchs der Vogelgrippe unter Druck. In den letzten vier Wochen mussten mehr als 170.200 Tiere getötet werden, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Laut einem Bericht von Berliner Zeitung waren die betroffenen Tiere hauptsächlich Enten, Puten, Gänse und Masthühner, was die Geflügelindustrie stark belastet.

Die Tötungen erfolgten in zehn Betrieben sowie in zwei Privathaltungen im Land. Besonders betroffen ist der Kreis Märkisch-Oderland, wo der erste Fall in einem Entenzuchtbetrieb in Neuhardenberg festgestellt wurde. Diese Maßnahmen wurden ergriffen, um nicht nur das Geflügel, sondern auch die Natur zu schützen, da außerhalb der Betriebe tausende Kraniche verendet sind. Alleine im Rastgebiet Linum im Landkreis Ostprignitz-Ruppin wurden etwa 2.250 tote Kraniche entdeckt, während es in weiteren Fundorten, wie dem Klärwerk Nauen und dem Gülper See, noch einmal 140 und 75 tote Kraniche gab.

Zunehmende Gefahr und Empfehlungen

2800 toten Kranichen in ganz Brandenburg. Diese hohen Zahlen sind alarmierend und werfen ein Licht auf die Dringlichkeit der Situation. Für Menschen stellt die Vogelgrippe in Deutschland jedoch größtenteils keine Gefahr dar. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) empfiehlt dennoch, den Kontakt zu erkrankten oder verendeten Wildvögeln zu meiden. Besonderes Augenmerk gilt den Geflügelhaltern: Diese sollten unbedingt Kontakte zwischen ihrem Geflügel und Wildvögeln minimieren.

Um die Gesundheit der Tiere zu sichern, gilt in Brandenburg eine flächendeckende Stallpflicht für Geflügel, die von den Veterinärämtern der Landkreise angeordnet wurde. Vor einigen Jahren war das Virus vor allem während der kalten Jahreszeit aktiv, doch mittlerweile gibt es ganzjährig Nachweise mit saisonalen Schwankungen, die zunehmend Probleme bereiten.

Fazit: Ein Aufruf zur Wachsamkeit

Die Situation in Brandenburg ist ein klarer Aufruf zur Wachsamkeit für alle, die mit der Tierzucht oder Natur in Kontakt stehen. Während die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus notwendig sind, kommen sie oftmals einer echten Herausforderung gleich. Die betroffenen Betriebe sehen sich nicht nur mit Tierverlusten, sondern auch mit wirtschaftlichen Einbußen konfrontiert. Gemeinsam müssen Maßnahmen ergriffen werden, um die Sicherheit von Mensch und Tier in der Region zu gewährleisten.