Vogelgrippe alarmiert: Tausende Tiere in Deutschland sterben!

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In Märkisch-Oderland breitet sich die Vogelgrippe aus, betroffen sind zahlreiche Geflügelbetriebe. Warnungen und Maßnahmen sind nötig.

In Märkisch-Oderland breitet sich die Vogelgrippe aus, betroffen sind zahlreiche Geflügelbetriebe. Warnungen und Maßnahmen sind nötig.
In Märkisch-Oderland breitet sich die Vogelgrippe aus, betroffen sind zahlreiche Geflügelbetriebe. Warnungen und Maßnahmen sind nötig.

Vogelgrippe alarmiert: Tausende Tiere in Deutschland sterben!

Aktuell macht die Vogelgrippe, auch bekannt als Geflügelpest, in Deutschland von sich reden. Die Situation hat sich in den letzten Wochen drastisch worsening entwickelt, wie die Junge Freiheit berichtet. Mit Dutzenden von betroffenen Geflügelbetrieben und der drastischen Keulung von rund 400.000 Tieren hat die Krankheit in Nordostdeutschland, insbesondere in Vorpommern und Märkisch-Oderland, größte Schäden angerichtet.

Ein besorgniserregendes Infektionsgeschehen, das sogar die meist seltenen Kraniche betrifft, macht den Experten in der Landwirtschaft zu schaffen. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) warnt vor einer Wiederholung der massiven Tierverluste, wie sie im Ausbruch von 2020/21 auftraten, wo über zwei Millionen Tiere getötet werden mussten. Die derzeitige Epidemie hat, ungewöhnlicher Weise, bereits früh im Jahr eingesetzt und zeigt eine hohe Einschleppungsgefahr durch den Vogelzug auf.

Bauernverband und Entschädigung

Der Bauernbund Brandenburg fordert nun nicht nur Entschädigungen für die betroffenen Betriebe, sondern kritisiert auch die strengen Aufstallungsgebote für Freilandgeflügel. Die Stimmung in der Landwirtschaft ist angespannt, die Ängste sind groß. Ein generelles Verbot betroffene Geflügelarten im Freiland zu halten, verstärkt den Druck auf die bereits geschädigten Betriebe. Der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft hat ebenfalls strengere Maßnahmen zur Eindämmung des Virus gefordert.

Im Rahmen dieser Bestrebungen plant das Bundeslandwirtschaftsministerium, die Entschädigungsobergrenze für gekeulte Tiere von bisher 50 Euro auf 110 Euro anzuheben. In den letzten Wochen haben verschiedene Bundesländer, darunter auch das Saarland, bereits Stallpflichten für Geflügel verhängt. Solche Vorgaben gelten ebenfalls in Teilen von Niedersachsen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die weitere Verbreitung der Vogelgrippe zu stoppen – ein Schritt, der für die Geflügelwirtschaft unabdingbar erscheint, um das Überleben der Betriebe zu sichern.

Risiken für die Öffentlichkeit

Ein Blick auf die Gesundheitsexperten zeigt, dass man die Situation nicht auf die leichte Schulter nehmen soll. Der Virologe Klaus Stöhr warnt vor der Pandemiegefahr durch den Erreger H5N1. Bisher ist das Infektionsrisiko für Menschen jedoch als gering einzustufen. Dennoch raten die Gesundheitsbehörden eindringlich dazu, tote Vögel oder verendetes Geflügel zu meiden und im Bedarfsfall sofort das Veterinäramt zu informieren. Kontakt mit infektiösem Material gilt als Hauptansteckungsquelle für mögliche menschliche Fälle.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt zudem eine Grippe-Impfung für Personen, die engen Kontakt zu Tieren haben. Aktuell ist die Situation in Deutschland alles andere als entspannt und die Gefahren fliegen uns sprichwörtlich um die Ohren.

Mit Blick auf die Entwicklungen in der Geflügelwirtschaft und die damit verbundenen Herausforderungen, bleibt zu hoffen, dass ein schnelles und einvernehmliches Handeln der Behörden und Verbände die verheerenden Folgen dieser Krankheit eindämmen kann.