Vogelgrippe breitet sich aus: 400.000 Tiere sterben in Thüringen!
Aktuelle Informationen zur Geflügelpest im Landkreis Märkisch-Oderland: Verluste, Maßnahmen und Auswirkungen auf die Tierhaltung.

Vogelgrippe breitet sich aus: 400.000 Tiere sterben in Thüringen!
In Thüringen herrscht besorgniserregende Stille auf den Feldern, denn die Geflügelpest, auch bekannt als Vogelgrippe, breitet sich weiterhin aus. Rund 400.000 Tiere, darunter Hühner, Enten, Gänse und Puten, wurden in diesem Jahr bereits getötet, um die Übertragung der Krankheit einzudämmen, berichtet Thüringen24. Besonders stark betroffen sind die kommerziellen Geflügelbetriebe im Nordosten Deutschlands, wo in Mecklenburg-Vorpommern fast 150.000 Legehennen getötet wurden. Auch in Brandenburg sind die Zahlen alarmierend: Im Landkreis Märkisch-Oderland stehen derweil weitere 130.000 Tiere vor der Schlachtung.
Der Druck durch den Virus H5N1 ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Ein massenhaftes Sterben von Wildvögeln, wie in Linumer Teichland, hat sich ergeben, wo 65 Fälle des gefährlichen Virus festgestellt wurden. Die Präsidentin des Friedrich-Loeffler-Instituts, Prof. Christa Kühn, warnt dabei: „Die Situation ist dynamisch und das Schlimmste könnte noch bevorstehen.“ Die Verbreitung des Virus wird durch den Vogelzug im Herbst verstärkt, da infizierte Wildvögel den Erreger leicht auf Hausgeflügel übertragen können.
Maßnahmen zur Eindämmung
Um einer weiteren Ausbreitung entgegenzuwirken, wurde in vielen Regionen Thüringens, wie im Landkreis Gotha, eine Stallpflicht für Geflügel angeordnet. So sollen die Kontakte zwischen Hausgeflügel und potenziell infizierten Wildvögeln reduziert werden. Laut rbb24 ist das Risiko für die Bevölkerung zwar gering, doch Personen, die direkten Kontakt zu betroffenen Tieren haben, sollten Schutzkleidung tragen, um möglichen Infektionen vorzubeugen.
Die aktuelle Situation gibt Grund zur Sorge. Die Halter der Tiere erhalten zwar Entschädigungen für die gekeulten Tiere, doch diese liegen derzeit bei maximal 50 Euro pro Tier. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer fordert nun eine Erhöhung auf bis zu 110 Euro, um die betroffenen Betriebe besser zu unterstützen. In den letzten Jahren sind die Ausbrüche der Vogelgrippe in Deutschland stark angestiegen, und sie betrifft mittlerweile 37 europäische Staaten.
Ein Blick in die Zukunft
Die letzte Zeit hat gezeigt, dass der Klimawandel das Zugverhalten von Vögeln beeinflusst und damit zur Verbreitung von Infektionskrankheiten beigetragen hat. Wildvögel wie Enten und Gänse können das H5N1-Virus tragen, ohne selbst zu erkranken, was die Herausforderungen für die Geflügelhalter vergrößert. Daher ist es wichtig, dass Geflügelhalter präventive Maßnahmen ergreifen, um ihre Tiere zu schützen und die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen. Aber auch die Gesundheit des Menschen bleibt ein Thema, daher sind vorsorgliche Maßnahmen weiterhin unerlässlich.
Die Lage bleibt angespannt, und wie die Situation weiter verläuft, bleibt abzuwarten. Es ist wichtig, entsprechende Schutzvorkehrungen zu treffen, um diesem besorgniserregenden Trend zu begegnen.