Junge Heldin aus Lauchhammer kämpft gegen Neonazi-Gefahr an Schulen!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

Junge Aktivistin Jette Poensgen prangert Neonazi-Sprüche an ihrer Schule in Lauchhammer an und sucht nach Veränderung.

Junge Aktivistin Jette Poensgen prangert Neonazi-Sprüche an ihrer Schule in Lauchhammer an und sucht nach Veränderung.
Junge Aktivistin Jette Poensgen prangert Neonazi-Sprüche an ihrer Schule in Lauchhammer an und sucht nach Veränderung.

Junge Heldin aus Lauchhammer kämpft gegen Neonazi-Gefahr an Schulen!

In Lauchhammer, einer Stadt im Süden Brandenburgs, sorgt die Schülerin Jette Poensgen mit ihrem mutigen Einsatz für Aufsehen. Ende August veröffentlichte sie einen provokanten Artikel in der Berliner Tageszeitung taz, der die erschreckende Verbreitung von Neonazi-Sprüchen an ihrer Schule thematisiert. Der Artikel mit dem Titel „Zecke? Nehm‘ ich als Kompliment“ beleuchtet sowohl die Reaktionen von Mitschülern als auch die oft gleichgültige Haltung der Erwachsenen um sie herum.

Was Jette besonders frustriert, ist die Atmosphäre in ihrer Heimatstadt, die von einem Gefühl des Stillstands geprägt ist. RBB berichtet, dass vor Wahlen AfD-Plakate unbeachtet bleiben, während Plakate anderer Parteien oft beschädigt oder entfernt werden. Dies spiegelt die weit verbreitete Akzeptanz nationalistischer Ansichten wider, die auch im schulischen Umfeld Ausdruck finden. Jette beschreibt Vorfälle von Hakenkreuzmalerei und der Aufforderung zum Hitlergruß – ein besorgniserregender Zustand.

Viral und kontrovers

Die Resonanz auf Jettes Artikel war enorm. Er gelangte nicht nur in die Stadtversammlung, wo der Bürgermeister Stellung bezog, sondern erreichte auch über 152.000 Aufrufe auf den Sozialen Medien der taz. Diese Aufmerksamkeit brachte Jette sowohl eine Welle an positiver Bestärkung seitens ihrer Freunde, Klassenkameraden und Lehrern als auch negative Reaktionen, wie etwa Gewaltdrohungen, die sie umgehend zur Anzeige brachte.

Zu den negativen Stimmen gehört ein AfD-Bürgermeisterkandidat, der sie als “Schulmatratze” bezeichnete. Trotz dieser Angriffe bleibt Jette optimistisch und hofft, dass durch ihren mutigen Artikel ein Umdenken in Lauchhammer einsetzt. Sie ermutigt andere Jugendliche, sich ebenfalls zu äußern und gegen solche Verhältnisse aktiv zu werden. „Wir müssen zusammenstehen“, so ihre klare Botschaft.

Ein Blick in die Zukunft

Jette Poensgen stellt sich nicht nur der aktuellen Situation, sondern denkt auch über ihre Zukunft nach. Sie zieht einen Umzug in eine größere Stadt in Betracht, um mehr Freiheiten zu gewinnen. Trotzdem kann sie sich vorstellen, irgendwann nach Lauchhammer zurückzukehren, um weiterhin für eine tolerante Heimat zu kämpfen. „Ich wünsche mir mehr Unterstützung für Gegendemos gegen die AfD und klare Konsequenzen in der Schule für rassistische Äußerungen“, erklärt sie.

In einer Stadt, in der viele alte Häuser leer stehen und die wenig Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche bietet, ist das Engagement von Poensgen ein Lichtblick. Sie hat erkannt, dass es wichtig ist, sich auszusprechen und gruppenübergreifend Kontakte zu knüpfen, um Veränderungen herbeizuführen. Ihre Erfahrungen und ihre Entschlossenheit, für Toleranz und Vielfalt einzutreten, sind ein starkes Zeichen gegen die braunen Schatten, die über ihrer Heimatstadt liegen.

Quellen: