Sinkendes Tempo: Deutschlands Ladeinfrastruktur für E-Autos stockt!
Aktuelle Analyse des Ladeinfrastruktur-Ausbaus in Deutschland mit Fokus auf Emden und Landkreis Oder-Spree. Entdecken Sie die neuesten Daten und Trends zur Elektromobilität.

Sinkendes Tempo: Deutschlands Ladeinfrastruktur für E-Autos stockt!
Das Thema Elektromobilität liegt im Trend und sorgt für Bewegung in den deutschen Städten. Eine aktuelle Analyse des Verbands der Automobilindustrie (VDA) zeigt, dass das Ausbautempo der öffentlichen Ladeinfrastruktur jedoch immer langsamer voranschreitet. Am 1. Juli 2025 gab es in Deutschland insgesamt 172.150 öffentlich zugängliche Ladepunkte, darunter 40.777 Schnellladepunkte. Diese Zahlen belegen den ungebrochenen Boom der Elektrofahrzeuge, von denen mittlerweile 2.877.051 zugelassen sind.
Im Vergleich hat sich das Verhältnis von Fahrzeugen zu Ladepunkten auf 17 Elektroautos pro Ladepunkt leicht verbessert – im Vorjahr waren es noch 17,3. Dennoch zeigt sich, dass der Zuwachs an Ladepunkten von 29.357 im vergangenen Jahr auf deutlich geringere Zahlen sinkt. Transport Online hebt hervor, dass die Nachfrage nach einer flächendeckenden Infrastruktur ungebrochen bleibt.
Regionaler Wettbewerb um Ladepunkte
Ein genauer Blick auf die regionalen Zuwächse zeigt, dass besonders Berlin mit 991 neuen Ladepunkten an der Spitze steht, gefolgt von Hamburg (735) und Stuttgart (646). Köln kann sich über 215 neue Schnellladepunkte freuen und belegt somit die Spitze in Nordrhein-Westfalen, die mit insgesamt 2.226 Schnellladepunkten die höchsten Zahlen aufweist.
Interessant ist auch das beste Verhältnis von Elektrofahrzeugen zu Ladepunkten, das in Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen zu finden ist, wo je 11,7 Fahrzeuge pro Ladepunkt registriert sind. In Bayern sind es 15,9. Auf Platz eins beim Verhältnis von Fahrzeugen zu Ladepunkten kürt sich Heilbronn mit lediglich 4,8 Elektrofahrzeugen pro Ladepunkt. VDA informiert, dass die Daten auf Erhebungen der Bundesnetzagentur basieren.
Der Handlungsbedarf in Deutschland
Trotz der positiven Entwicklungen gibt es noch viel zu tun – etwa 32% der Gemeinden haben keinen öffentlichen Ladepunkt, und rund zwei Drittel der Gemeinden verfügen über keinen Schnellladepunkt. Ein unzureichend ausgebautes Netz gilt als eines der größten Hindernisse beim Kauf von Elektroautos. Experten weisen darauf hin, dass der Ausbau der Ladeinfrastruktur unbedingt beschleunigt werden muss, um die Akzeptanz von E-Autos zu fördern. Statista hebt die Notwendigkeit hervor, die Ladeleistung zu optimieren, um die Ladezeiten erheblich zu reduzieren.
Eine interessante Entwicklung ist die durchschnittliche Ladeleistung, die von 2,1 kW auf 2,4 kW gestiegen ist, was die Reichweite von E-Autos weiter verbessert. Die Bundesregierung hat sich als Ziel gesetzt, bis 2030 ein flächendeckendes Netz mit eine Million Ladepunkten zu erreichen. Ein ehrgeiziges Vorhaben, das zeigen sollte, dass der Markt weiter an Intensität gewinnt.
Insgesamt bleibt festzuhalten: Die positive Entwicklung der öffentlichen Ladeinfrastruktur in Deutschland kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass noch viele Herausforderungen zu bewältigen sind. Damit der Traum von der Elektromobilität Wirklichkeit wird, benötigt es ein schnelles und umfassendes Handeln von allen Beteiligten.