Vogelgrippe-Warnung: Stallpflicht in Cottbus und Sperrungen im Tierpark!

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Brandenburg ergreift Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Vogelgrippe H5N1. Stallpflicht für Geflügel und Wildvogel-Kontakt vermeiden.

Brandenburg ergreift Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Vogelgrippe H5N1. Stallpflicht für Geflügel und Wildvogel-Kontakt vermeiden.
Brandenburg ergreift Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Vogelgrippe H5N1. Stallpflicht für Geflügel und Wildvogel-Kontakt vermeiden.

Vogelgrippe-Warnung: Stallpflicht in Cottbus und Sperrungen im Tierpark!

In Deutschland breitet sich die Vogelgrippe H5N1 momentan stark aus, insbesondere betroffen sind Wildvögel, was auch für die Region Brandenburg alarmierende Folgen hat. Ab sofort gelten in Cottbus und im Landkreis Spree-Neiße verschärfte Maßnahmen, um das Virus einzudämmen. Laut LR Online gilt eine Stallpflicht für Geflügel und Vögel, um eine weitere Ausbreitung der Geflügelpest zu verhindern.

Die Maßnahmen sind deutlich spürbar: Besondere Vorkehrungen wurden im Tierpark Cottbus getroffen. Die Flamingo-Lagune bleibt vorerst für Besucher gesperrt, während gefährdete Tiere in Winterquartiere gebracht oder mit Schutzvorrichtungen ausgestattet wurden. Auch der Steg am Oberteich ist gesperrt, andere Tierparkbereiche sind jedoch weiterhin zugänglich. Geflügelhalter in der Region werden aufgefordert, strenge Sicherheitsvorkehrungen zu befolgen, darunter das Verbot, Geflügel im Freien zu füttern, sowie die richtige Lagerung von Futter, um Wildvögeln keinen Zugang zu gewähren. Zudem müssen alle Geflügelhaltungen beim Veterinäramt gemeldet werden, und öffentliche Geflügelausstellungen sind untersagt.

Aktuelle Lage in Deutschland

Die Vogelgrippe stellt ein großes Gesundheitsrisiko dar, nicht nur für Vögel, sondern auch potenziell für die Menschen. In Baden-Württemberg etwa mussten bereits 15.000 Tiere getötet werden, um die Seuche einzudämmen. Insgesamt wurden bundesweit bereits 29 Ausbruchsherde bei Wildvögeln festgestellt, wobei Kraniche besonders stark betroffen sind. Schätzungen zufolge sind rund 2.000 Kraniche verendet. Diese besorgniserregenden Zahlen bestätigen die Einschätzungen des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI), das das Risiko weiterer Ausbrüche in Geflügelhaltungen als “hoch” einstuft. Dies gilt nicht nur für Brandenburg, sondern für ganz Deutschland, wo die Vogelgrippe durch die Herbstmigration der Vögel stark angefacht wurde.

Der Bundeslandwirtschaftsminister, Alois Rainer, appelliert an Geflügelhalter, umfassende Schutzmaßnahmen zu ergreifen, um die Ausbreitung des Virus zu minimieren. Das Ministerium hat auch bei der EU beantragt, die Entschädigungszahlungen für betroffene Betriebe von 50 auf bis zu 110 Euro zu erhöhen. Während für die Bevölkerung zurzeit kein erhöhtes Risiko schwerwiegender Erkrankungen besteht, wird trotzdem empfohlen, den Kontakt zu toten oder kranken Vögeln zu vermeiden. In Nordbrandenburg wurden über 1.000 tote Kraniche geborgen, was die Dringlichkeit der Situation unterstreicht.

Präventionsmaßnahmen und Schutz

Um die Ausbreitung der Vogelgrippe zu bekämpfen, sind einige Vorsichtsmaßnahmen für die Bevölkerung entscheidend. Besonders wichtig ist, dass Menschen, die oft mit Vögeln in Kontakt kommen, die saisonale Grippeimpfung in Erwägung ziehen sollten, um mögliche Doppelinfektionen zu verhindern. Auch, wenn es bisher keine H5N1-Fälle bei Menschen in Deutschland gegeben hat, so darf die Gefahr durch eine Übertragung des Virus nicht unterschätzt werden. Einmal mehr wird betont, dass der Kontakt zu erkrankten oder verendeten Wildvögeln meldet werden soll, um eine weitere Virusverbreitung zu verhindern.

In der Gesamtheit bleibt die Lage angespannt und erfordert sowohl von den Tierhaltern als auch von der Gesamtbevölkerung erhöhte Wachsamkeit und die Bereitschaft, präventive Maßnahmen zu ergreifen. Diese herausfordernden Zeiten bedürfen eines soliden Miteinanders, um sowohl Mensch als auch Tier zu schützen.