Drastischer Anstieg der Vogelgrippe: Stallpflicht für ganz Brandenburg!
In Ostprignitz-Ruppin breitet sich die Vogelgrippe aus: Über 1800 Kraniche starben, Stallpflicht für Geflügel angeordnet.

Drastischer Anstieg der Vogelgrippe: Stallpflicht für ganz Brandenburg!
In den letzten Wochen nimmt die Zahl der durch die Vogelgrippe betroffenen Tiere in Deutschland bedenkliche Ausmaße an. Bereits Mitte Oktober verendeten in Brandenburg über 1800 Kraniche an der gefürchteten Tierseuche, die sich in Mitteleuropa bedrohlich ausbreitet. Das berichtete maz-online.de. Ein Rastgebiet an der Linumer Teichlandschaft bei Fehrbellin war besonders stark betroffen. Die örtlichen Behörden stehen vor einer dramatischen Situation und warnen vor weiteren Todesfällen.
Die akute Infektionsgefahr betrifft verschiedene Vogelarten, darunter auch Wasservögel, Rabenvögel und Greifvögel. Die Stallpflicht für Geflügel wurde inzwischen auf mehrere Landkreise ausgeweitet, sodass Hühner, Gänse und Enten nun in geschlossenen Ställen oder unter besonderen Schutzvorrichtungen gehalten werden müssen. Dies ist eine direkte Reaktion auf die Übertragung des Virus von Wildvögeln auf Zuchttiere, die seit Jahren in Deutschland ein Thema ist. Bei einem Befall sehen die Behörden vor, alle betroffenen Tiere zu töten, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Bundesweite Maßnahmen zur Eindämmung
Über 200.000 Tiere wurden allein in diesem Herbst aufgrund der Vogelgrippe getötet, berichtete die Tagesschau. Dies hat viele Geflügelhalter alarmiert, die jetzt eine bundesweite Stallpflicht fordern, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen. Georg Heitlinger, ein Vertreter des baden-württembergischen Landesverbands der Geflügelwirtschaft, hat betont, wie wichtig es ist, die Tiere zu schützen und die Verbreitung des Virus einzudämmen.
Der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) warnt vor möglichen Engpässen bei der Versorgung mit Eiern und Geflügelfleisch. ZDG-Präsident Hans-Peter Goldnick hat die Wiederaufnahme der Debatte über Impfstrategien angeregt, da andere Länder weiterhin den Import von Erzeugnissen von geimpftem Geflügel ablehnen. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) schätzt das Risiko weiterer Ausbrüche bei Geflügelhaltungen als hoch ein, insbesondere während des Vogelzugs im Herbst.
Verbreitung und Auswirkungen
Die Vogelgrippe, auch als Geflügelpest bekannt, wird durch das HPAIV (H5N1) Virus verursacht und hat in den letzten Monaten in Deutschland und Europa an Verbreitung gewonnen. Besonders stark betroffen sind Kraniche, von denen schätzungsweise 2000 während des Zuges verendet sind. In Nordbrandenburg wurden über 1000 Kadaver geborgen, so ZDF Heute.
Um die Gesundheit der Bevölkerung zu gewährleisten, warnen Experten, dass Kontakt mit toten Vögeln vermieden werden sollte. Bislang gab es in Deutschland keine Fälle von H5N1 bei Menschen, jedoch besteht ein gewisses Risiko bei hoher Infektionsdosis. Die Situation bleibt angespannt, und viele Menschen, die für die Aufräumarbeiten verantwortlich sind, berichten von der psychischen und physischen Belastung, die mit dem Einsammeln der Kadaver verbunden ist.
Angesichts der dramatischen Lage ist es entscheidend, dass alle Beteiligten zusammenarbeiten, um diese tierische Seuche einzudämmen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Wenn Sie in der Nähe betroffener Gebiete wohnen, halten Sie sich bitte an die Anweisungen der Behörden und tragen Sie zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Situation bei.