Dreiste Diebe stehlen Omas in Neuruppin: Polizei ermittelt!

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In Neuruppin bestiehlt eine rumänische Diebesbande drei ältere Damen. Polizei ermittelt, Täter in U-Haft. Gesamtschaden: über 1000 Euro.

In Neuruppin bestiehlt eine rumänische Diebesbande drei ältere Damen. Polizei ermittelt, Täter in U-Haft. Gesamtschaden: über 1000 Euro.
In Neuruppin bestiehlt eine rumänische Diebesbande drei ältere Damen. Polizei ermittelt, Täter in U-Haft. Gesamtschaden: über 1000 Euro.

Dreiste Diebe stehlen Omas in Neuruppin: Polizei ermittelt!

Am 9. August 2025 kam es in Neuruppin zu einem dreisten Übergriff auf mehrere ältere Damen durch eine rumänische Diebesbande. Die Täter nutzen geschickte Ablenkungsmanöver, um ihren Opfern die Geldbörsen zu entwenden. Bei den Übergriffen in einer Bank, einem Supermarkt sowie auf einem Parkplatz summierte sich der Gesamtschaden auf über 1000 Euro. Die Polizei stellte die Verdächtigen schnell und konnte sowohl das entwendete Bargeld als auch die Geldbörse wieder sicherstellen. Moz.de berichtet, dass die Ermittler die Täter, drei Männer im Alter von 36, 39 und 40 Jahren, zügig identifizierten und diese am 10. August 2025 einem Richter vorgeführt wurden.

Die betroffenen Opfer sind für solche Maschen besonders anfällig. Die Polizei identifizierte als erstes Opfer eine 66-Jährige, die einen versuchten Diebstahl in der Bank bemerkte. Das zweite Opfer, eine 72-Jährige im Verbrauchermarkt, verlor Bargeld aus ihrer Geldbörse. Die dritte Dame, erneut eine 66-Jährige, wurde durch einen vorgetäuschten Pannenfall auf dem Parkplatz des Edeka-Centers abgelenkt. Hier entwendeten die Diebe mit einer gestohlenen Geldkarte 1000 Euro an einem Geldautomaten.

Bundesweiter Trend der Alterskriminalität

Der Fall in Neuruppin reiht sich in eine wachsende Liste von Straftaten ein, die ältere Menschen in ganz Deutschland betreffen. Laut Merkur.de wurde eine andere rumänische Bande kürzlich für zahlreiche Diebstähle als „falsche Pflegekräfte“ verantwortlich gemacht. Diese Täter erlangten das Vertrauen älterer Menschen in betreuten Einrichtungen, um ungestört Wertgegenstände zu stehlen. In sämtlichen festgestellten Fällen summiert sich der Schaden auf mindestens 174.000 Euro. Über 30 vollendete und 17 versuchte Diebstähle wurden dieser Bande angelastet.

Die Ermittlungen, die von der Kriminalpolizei Traunstein geleitet werden, zeigen, dass die Täter nicht nur in Bayern, sondern auch in Baden-Württemberg, Brandenburg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Sachsen aktiv waren. Die Staatsanwaltschaft betont die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit zur Bekämpfung solcher organisierter Kriminalität, die gezielt vulnerable Gruppen angreift.

Hintergründe zur Alterskriminalität

Doch nicht nur ältere Menschen sind als Opfer, auch in der Altersgruppe der Täter tut sich einiges. Eine Forschungsgruppe unter Leitung von HM-Professor Stefan Pohlmann weist darauf hin, dass Alterskriminalität, also Straftaten von Personen über 60 Jahre, bisher wenig Aufmerksamkeit in der Wissenschaft gefunden hat. Zunehmende Lebenserwartung und ein Rückgang der Geburtenraten könnten zu einem Anstieg krimineller Aktivitäten in dieser Altersgruppe führen. Hierbei ist die Heterogenität der Motive faszinierend: Langeweile, existenzielle Notlagen oder psychische Veränderungen können aus unterschiedlichen Gründen Beweggründe für kriminelles Verhalten darstellen.

Die Meldungen aus Neuruppin und anderen Städten machen deutlich, dass die Aufmerksamkeit für die Sicherheit älterer Menschen dringend notwendig ist. Die Vielzahl an Fällen zeigt, wie skrupellos und clever Diebe agieren, um deren Vertrauen zu missbrauchen. Die Polizei und Ermittlungsbehörden stehen in der Pflicht, diesen Entwicklungen entschlossen entgegenzutreten.