Krankenschwester aus Alt Ruppin kämpft für mehr Sicherheit im Wald!
Julia Borchardt aus Alt Ruppin warnt vor Risiken beim Pilzsammeln und fördert die Nutzung von Rettungspunkten und Apps im Wald.

Krankenschwester aus Alt Ruppin kämpft für mehr Sicherheit im Wald!
Es ist der 30. Oktober 2025, und während sich die Blätter in den Wäldern Brandenburgs goldbraun färben, macht sich eine Leidenschaft in Alt Ruppin breit. Julia Borchardt, eine engagierte Krankenschwester im Ruppiner Klinikum, hat die Pilzsuche für sich entdeckt, jedoch nicht ohne die Gefahren im Hinterkopf zu haben, die mit dem Sammeln in der Natur einhergehen.
Borchardt, die auch als Ersthelferin aktiv ist, äußert Besorgnis über die möglichen Risiken, die im Wald auftreten können. Verletzungen und Orientierungslosigkeit sind nur einige der Gefahren, die Wanderer und Pilzsammler häufig unterschätzen. „Es ist wichtig, dass man vorbereitet in die Natur geht“, betont sie, während sie ihre Erfahrungen teilt.
Rettungspunkte als Lebensretter
Um die Sicherheit im Wald zu erhöhen, wurden vor etwa zehn Jahren in Brandenburg über 1700 Rettungspunkte eingerichtet. Diese sind durch grüne Tafeln und weiße Kreuze gekennzeichnet und bieten Orientierung für alle, die sich im Wald bewegen. Im Forstrevier Ruppiner Schweiz sind beispielsweise neun solcher Punkte zu finden. Frank Rosenblatt von der BRH-Rettungshundestaffel hebt die Bedeutung dieser Punkte hervor: „Sie sind entscheidend für die Navigation bei Einsätzen und verhindern, dass Menschen in Notlagen verloren gehen.“
Leider zeigt die Erfahrung der Polizei, dass die Zahl der vermissten Pilzsucher und Spaziergänger steigt. Ein eindrucksvolles Beispiel ist der Fall eines 70-Jährigen, der sich am 5. Oktober im Rheinsberger Raum verirrt hatte und letztendlich von einem Jagdpächter gefunden wurde. “Wir müssen das Bewusstsein für die Rettungspunkte erhöhen”, fordert Borchardt und ist sich sicher, dass viele Bekannte von ihnen nichts wissen.
Handy-Apps für zusätzliche Sicherheit
Um die Sicherheit bei Waldspaziergängen weiter zu verbessern, hat Borchardt die Handy-App „Hilfe im Wald“ entdeckt. Diese App zeigt nicht nur die Rettungspunkte an, sondern funktioniert auch offline und ermöglicht eine schnelle Kontaktaufnahme zu den Rettungsdiensten. Zudem hat sie die App „Katretter“ ins Herz geschlossen, die Ersthelfer vernetzt und schnelle medizinische Hilfe anbietet.
„Ich plane, bei meinen nächsten Waldbesuchen mein Handy stets dabei zu haben“, sagt Borchardt, während sie daran erinnert, wie wichtig es ist, in Notlagen schnell und effizient handeln zu können. Diese Technologie kann entscheidend sein, um Leben zu retten.
In einer Zeit, in der die Natur uns sowohl Ruhe als auch Abenteuer bietet, ist es wichtig, informiert und vorbereitet zu sein. So kann jeder von uns sicher die herbstlichen Wälder genießen, ohne Angst haben zu müssen, sich zu verirren.