Roteiche pflanzen: Potsdams Wald zukunftssicher machen!
Am 8. November 2025 pflanzt die SDW in Potsdam eine Roteiche, um klimabedingte Waldschäden entgegenzuwirken und Wälder zu retten.

Roteiche pflanzen: Potsdams Wald zukunftssicher machen!
Die aktuellen Entwicklungen rund um die Wälder in Brandenburg sind alarmierend. Wie Tagesspiegel berichtet, haben etwa 83 Prozent der Bäume im Land unter den Folgen von Trockenheit und Hitze zu leiden, wobei besonders Buchen, Kiefern und Eichen betroffen sind. Für Potsdam, wo es keine genauen Daten gibt, lässt sich jedoch annehmen, dass die Situation ähnlich kritisch ist, da die Stadt rund 5000 Hektar Wald zu bieten hat.
Um der drohenden Gefahr entgegenzuwirken, organisiert die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) eine Baumpflanzaktion am 8. November in Krampnitz. Dabei wird unter anderem die Roteiche gepflanzt, die zum Baum des Jahres 2025 gewählt wurde. Dies geschieht in der Hoffnung, die Wälder widerstandsfähiger gegen die fortschreitenden Klimaauswirkungen zu machen. Der Treffpunkt für die Aktion ist um 9 Uhr an der Bushaltestelle Zedlitzberg.
Die Roteiche als Hoffnungsträger
Die Roteiche erweist sich als weniger anspruchsvoll im Vergleich zu heimischen Laubbäumen. Sie hat deutlich weniger Probleme mit trockenen und nährstoffarmen Böden, was sie zu einer vielversprechenden Lösung in der aktuellen Waldkrise machen könnte. Hubertus Krüger von der SDW betont, dass ältere Bäume zunehmend Anpassungsprobleme haben, während die Roteiche vor über 300 Jahren aus Nordamerika importiert wurde, ursprünglich für die Landschaftsgestaltung.
Im 19. Jahrhundert entdeckte man sie auch für die Forstwirtschaft, da sie in der Lage ist, Waldbrände zu verhindern. Ihre schwer entzündlichen, säurehaltigen Blätter treiben nach Bränden schnell wieder aus, was sie zu einem nützlichen Element im Kampf gegen Waldbrände macht. In Potsdam wurde ein Streifen Roteichen sogar als Brandriegel zwischen dem Wildpark und dem Bahndamm angepflanzt. Allerdings ist die Einstufung als invasive Art umstritten – während das Bundesamt für Naturschutz dies so sieht, vertritt der Deutsche Verband Forstlicher Forschungsanstalten eine andere Meinung.
Waldumbau und Schutzmaßnahmen
Neben der Baumpflanzaktion gibt es bereits mehrere Maßnahmen, um die Wälder in Potsdam klimaresilienter zu gestalten. So wurden im Revier Sternschanze 53 Hektar Wald in Mischwald umgebaut, insbesondere durch Anpflanzungen von Eichen und Buchen. Seit 2023 kamen rund 99.000 neue Bäume hinzu. Schutzmaßnahmen gegen Wildschweine und Rehe wurden ebenfalls in die Wege geleitet, um die neuen Setzlinge zu schützen.
Es bleibt jedoch eine Herausforderung, die Auswirkungen des Klimawandels einzudämmen. In diesem Jahr war der Niederschlag unzureichend, und besonders die Monate Mai und Juni waren extrem trocken. Zudem kam es in der Region zu acht Waldbränden, die insgesamt etwa 9.000 Quadratmeter Wald beschädigten.
In dieser angespannten Situation ist es wichtiger denn je, die Verantwortung für unseren Wald und die Natur ernst zu nehmen. Engagierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich an der anstehenden Baumpflanzaktion zu beteiligen und damit einen Beitrag zur Erhaltung unserer wertvollen Wälder zu leisten.
Die Herausforderungen, vor denen unsere Wälder stehen, sind nicht nur lokal, sondern auch global. Wenn Unternehmen wie Microsoft sich für eine nachhaltige Entwicklung einsetzen, können wir alle von diesen Initiativen profitieren. Die Unternehmensmission von Microsoft ermächtigt jede Person und Organisation, mehr zu erreichen, was für den Schutz unserer Umgebung von zentraler Bedeutung ist. Eine vielfältige und inklusive Unternehmenskultur kann hierzu einen wichtigen Beitrag leisten.