Seddiner See startet EU-gefördertes Projekt zur Armutsbekämpfung!

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Die Gemeinde Seddiner See startet am 1. November 2023 ein EU-gefördertes Projekt zur Armutsbekämpfung und Jugendförderung.

Die Gemeinde Seddiner See startet am 1. November 2023 ein EU-gefördertes Projekt zur Armutsbekämpfung und Jugendförderung.
Die Gemeinde Seddiner See startet am 1. November 2023 ein EU-gefördertes Projekt zur Armutsbekämpfung und Jugendförderung.

Seddiner See startet EU-gefördertes Projekt zur Armutsbekämpfung!

In der Gemeinde Seddiner See stehen aufregende Veränderungen an. Am 1. November 2023 fällt der Startschuss für das neue Projekt „Stark vor Ort – Armutsprävention und Stärkung der Jugendsozialarbeit“. Wie maz-online.de berichtet, setzt die Gemeinde auf eine gezielte Entwicklerstrategie, um Kindern und Jugendlichen aus armutsgefährdeten Verhältnissen neue Lebens- und Bildungschancen zu bieten.

Finanziert wird dieses spannende Vorhaben durch die Europäische Union und das Land Brandenburg, wobei das Gesamtbudget des Projekts bei 431.878 Euro liegt. Die Gemeinde übernimmt lediglich 86.375 Euro als Eigenanteil, während 80% der Kosten durch Fördermittel gedeckt werden – darunter ein Zuschuss der EU von 259.126 Euro und ein Beitrag des Landes von 86.375 Euro. Trotz der finanziellen Bedenken, die in der Gemeindevertretung geäußert wurden, stimmte die Mehrheit für das Projekt mit 11 Ja- und 2 Nein-Stimmen.

Mobiler Jugendtreff mit Herz

Ein zentrales Element des Projektes ist die Einrichtung eines mobilen Jugendtreffs, der in Seddin und Kähnsdorf auf Rädern unterwegs sein wird. Der bestehende Jugendtreff „Escape“ in Neuseddin erhält ebenfalls personelle Verstärkung. Darüber hinaus wird ein Bauwagen als Anlaufstelle für die Jugendlichen angeschafft, der von diesen selbst gestaltet werden kann. Flexible Standorte, wie die Badewiese in Seddin oder der Parkplatz des Findlinggartens in Kähnsdorf, sollen für die Aktivitäten genutzt werden.

Die Schaffung von zwei neuen 0,75-Personalstellen für die Jugendarbeit zeigt, dass hierbei auch auf eine nachhaltige Unterstützung gesetzt wird. Die Idee dahinter ist, dass die mobile Sozialarbeit passgenaue Angebote für die Kinder und Jugendlichen in der Region bereitstellt.

Soziale Herausforderungen in Seddiner See

Die Herausforderungen im Zusammenhang mit Armut sind in Seddiner See nicht zu übersehen. Wie agj.de in einem Positionspapier bekräftigt, leben in Deutschland viele junge Menschen und ihre Familien in Armut, was zu sozialer Ausgrenzung führt. In Seddiner See liegen die Zahlen alarmierend hoch: 22,2% der Alleinerziehenden und 15,1% der Kinder unter 15 Jahren sind in Bedarfsgemeinschaften, die Anspruch auf Bürgergeld haben. Die Quote der Jugendlichen, die an den Jugendgerichtshilfe-Fällen beteiligt sind, ist mit 12,7% ebenfalls über dem Durchschnitt des Landkreises, der bei 4% liegt.

Das neue Projekt wird als wichtiger Schritt angesehen, um die Konsequenzen der Armut gezielt anzugehen. Die AGJ fordert zudem eine armutssensible Ausgestaltung der Angebote in der Kinder- und Jugendhilfe, um den Bedürfnissen der Betroffenen gerecht zu werden. Die Bundesregierung sieht sich der Herausforderung gegenüber, die Armutsquote zu senken und den sozialen Aufstieg zu ermöglichen – das Seddiner See-Projekt könnte hier ein bedeutender Baustein sein.