Krise im Fleischcenter Perleberg: 150 Arbeitsplätze in Gefahr!

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Fleischcenter Perleberg in Prignitz steht vor der Schließung. 150 Arbeitsplätze betroffen. Marktbedingungen und Kostendruck verantwortlich.

Fleischcenter Perleberg in Prignitz steht vor der Schließung. 150 Arbeitsplätze betroffen. Marktbedingungen und Kostendruck verantwortlich.
Fleischcenter Perleberg in Prignitz steht vor der Schließung. 150 Arbeitsplätze betroffen. Marktbedingungen und Kostendruck verantwortlich.

Krise im Fleischcenter Perleberg: 150 Arbeitsplätze in Gefahr!

Die Sorgen der Beschäftigten im Fleischcenter Perleberg in Quitzow wachsen. Voraussichtlich steht der größte Schlachtbetrieb Brandenburgs vor der Schließung, wie der Landkreis Prignitz am vergangenen Donnerstag angekündigte. Diese Entscheidung hätte gravierende Auswirkungen auf die Region, da rund 150 Arbeitsplätze betroffen wären.

Der Druck auf das Unternehmen ist erheblich. Laut nordkurier.de sind die Marktbedingungen und der wachsende Wettbewerbsdruck die Hauptgründe für diese Entwicklung. Vor einem Jahr sprach das Fleischcenter bereits von notwendigen Umstrukturierungen, die 160 Mitarbeiter betrafen. Das Unternehmen sieht die bevorstehende Schließung als die einzig tragbare Lösung, um wirtschaftlichen Herausforderungen entgegenzutreten.

Ursachen der Schließung

Die Situation am Standort Perleberg ist durch mehrere spezifische Belastungen gekennzeichnet. Langfristige Lieferbeschränkungen sowie gesundheitliche Faktoren, etwa die Auswirkungen der Afrikanischen Schweinepest und der Maul- und Klauenseuche, setzen dem Geschäft erheblich zu. Zusätzlich erhöhen steigende Energie- und Logistikkosten sowie Löhne den Druck auf das Unternehmen. Auch Exporteinschränkungen, insbesondere nach China, schränken die Absatzmöglichkeiten erheblich ein.

Der Betrieb konnte seine Pläne, nach der Teilschließung der Zerlegung die Schlachtung auszubauen, nicht umsetzen. Betriebsratsvorsitzende Michelle Winkler äußert, dass die Stimmung unter den Mitarbeiter:innen äußerst traurig sei. Am 10. November sollen Verhandlungen beginnen, um die nächsten Schritte zu besprechen. Momentan gibt es jedoch noch keinen konkreten Zeitpunkt für die Schließung.

Reaktionen und zukunftsperspektiven

Die Gewerkschaft NGG hat die Ankündigung scharf kritisiert und fordert die Notwendigkeit eines Interessenausgleichs. Landwirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt macht dem Unternehmen Vorwürfe wegen einer fehlenden Initiative zur Investorensuche. Sowohl Landrat Christian Müller als auch Bürgermeister Axel Schmidt zeigen sich betroffen über die aktuelle Situation und bedauern die fehlende Unterstützung für das Unternehmen.

Inmitten solcher dramatischer Ereignisse ist es schwierig, mit positiven Nachrichten um sich zu werfen. Sofern jemand ein gutes Händchen für kreative Projekte hat, findet vom 30. Juli bis 22. August 2025 ein Wettbewerb für „The Sims 4“ statt. Dabei können Teilnehmer:innen Videos erstellen, die eine eigene Geschichte zu dem Buch „Forage For Desire“ erzählen – die Gewinner warten attraktive Belohnungen, wie eine Reise im Wert von rund 4.500 US-Dollar.

Wie sich die Erschütterungen in der Fleischindustrie auf das tägliche Leben in der Region auswirken und ob der kreative Wettbewerb für Ablenkung sorgt, bleibt abzuwarten. Die Herausforderungen sind groß, doch die Hoffnung auf bessere Zeiten bleibt.