Trauer um Marlene Knoll: Ein Leben für den Frauenfußball beendet

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Marlene Knoll (45) verstorben – Fußballkreis Prignitz/Ruppin in Trauer um engagierte Spielerin und Trainerin.

Marlene Knoll (45) verstorben – Fußballkreis Prignitz/Ruppin in Trauer um engagierte Spielerin und Trainerin.
Marlene Knoll (45) verstorben – Fußballkreis Prignitz/Ruppin in Trauer um engagierte Spielerin und Trainerin.

Trauer um Marlene Knoll: Ein Leben für den Frauenfußball beendet

In einer traurigen Nachricht hat der FSV Veritas Wittenberge/Breese den Verlust von Marlene Knoll bekannt gegeben. Im Alter von nur 45 Jahren ist die engagierte Spielerin und Trainerin in der Nacht von Sonntag auf Montag verstorben. Knoll hatte am Freitag, dem 31. Oktober, noch ihren Geburtstag gefeiert und spielte am darauffolgenden Sonntag im Landespokal-Achtelfinale, wo ihr Team überraschend mit 7:2 gegen die SpG Klosterdorf/Reichenberg gewann. Für viele war sie ein festes Ziel, ein wahres „Stück Seele des Vereins“, wie es der FSV beschreibt.

Die Trauer über ihren plötzlichen Tod im Fußballkreis Prignitz/Ruppin ist groß. Zahlreiche Wegbegleiter und Vereine haben der Familie von Marlene Knoll ihr Beileid ausgesprochen. Ihr herausragendes Engagement für den Frauen- und Mädchenfußball bleibt unvergessen. Als Staffelleiterin und bedeutende Funktionärin setzte sie sich unermüdlich für den Sport in der Region ein. Mike Schläger, der Vorsitzende des Fußballkreises, äußerte sich schockiert über ihr Ableben und hob ihre positive Einstellung hervor.

Eine Frau von großer Leidenschaft

Marlene Knoll war nicht nur eine leidenschaftliche Fußballerin, sondern auch eine große Anhängerin des 1. FC Magdeburg. Ihr ehrenamtliches Engagement, vor allem die Zugehörigkeit zum „Club 100“ des DFB, unterstreicht ihren Einfluss und ihre Hingabe für die Förderung junger Talente im Fußball. Mehrfach wurde sie für ihre freiwillige Arbeit und ihren unermüdlichen Einsatz ausgezeichnet. Ihr Vereinsname „Krümel“ hat in der Basketballwelt einen festen Platz eingenommen; sie wird in den Herzen von vielen immer präsent bleiben.

Die Geschichte des Frauenfußballs in Deutschland hat eine lange und wechselvolle Tradition. Seit den Anfängen mit dem Gründung des “1. Deutschen Damen Fußballclub” im Jahr 1930 hat sich viel getan. Lotte Specht und ihre Mitstreiterinnen kämpften in einer Zeit, in der Frauenfußball kaum akzeptiert wurde. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Bild jedoch stark gewandelt. Immer mehr Frauen und Mädchen engagieren sich im Sport, und die Beliebtheit des Fußballs ist stark gewachsen. Nach zahlreichen gesetzlichen Hürden, wie dem Verbot durch den DFB im Jahr 1955, haben die heutigen Spielerinnen die Pionierarbeit von Menschen wie Knoll und Specht weitergeführt.

Ein unvergesslicher Beitrag

Knolls Tod erinnert uns daran, wie wichtig solche engagierten Persönlichkeiten für den Sport sind. Die Entwicklungen des Frauenfußballs, die in den letzten Jahren durch steigende Zuschauerzahlen und die professionelle Unterstützung der Teams gefördert wurden, sind auch dem unermüdlichen Einsatz von Menschen wie ihr zu verdanken. Multipliziert durch unzählige Ehrenamtliche, könnte es sein, dass die nächste Generation von Spielerinnen, die von Knolls Engagement inspiriert wurden, den Fußball sportlich und gesellschaftlich bereichern wird.

Die gesamte Region trauert um eine herausragende Persönlichkeit, die nie aufgegeben hat, die Liebe zum Fußball und das Engagement für die Gemeinschaft zu verbinden. Marlene Knoll wird immer einen besonderen Platz in den Herzen der Menschen einnehmen.