Schwedts PCK-Raffinerie: Ab 2026 Flut an Öl aus Kasachstan!
Brandenburgs PCK-Raffinerie in Schwedt erhält ab 2026 mehr Öl aus Kasachstan, um die Auslastung zu stabilisieren.

Schwedts PCK-Raffinerie: Ab 2026 Flut an Öl aus Kasachstan!
In einer wichtigen Entwicklung für die Ölversorgung hat die PCK-Raffinerie in Schwedt, Uckermark, bekanntgegeben, dass sie ab 2026 einen signifikanten Anstieg ihrer Rohöllieferungen aus Kasachstan erwarten kann. Dies wurde in einer Vereinbarung zwischen KazMunayGas und Rosneft Deutschland festgelegt. Geplant ist eine monatliche Menge von mindestens 130.000 Tonnen, was die bisherige Lieferung von 100.000 bis 120.000 Tonnen pro Monat übertreffen wird. Diese lokalwirtschaftliche Entscheidung ist sowohl eine Reaktion auf die geopolitischen Entwicklungen als auch ein Schritt, um die Raffinerie auf Kurs zu bringen. Tagesschau berichtet, dass…
Die Raffinerie, die mehr als 50 Prozent an Rosneft Deutschland gehört, war in der Vergangenheit mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten konfrontiert, insbesondere seit dem Ukraine-Konflikt. Höhere Auslastungen waren notwendig, um die unter ökonomischem Druck stehende Raffinerie wieder rentabel zu machen. PCK-Chef Ralf Schairer hat bestätigt, dass die Auslastung bereits im ersten Halbjahr 2025 bei 84 Prozent lag und die neuen Vereinbarungen darauf abzielen, diese Zahl auf über 90 Prozent zu heben. MAZ berichtet, dass…
Geopolitische Implikationen
Die Vereinbarung ist vor allem auch vor dem Hintergrund des Öl-Embargos gegen Russland von Bedeutung. Vor dem Konflikt lieferte Russland den Großteil des benötigten Öls, aber zunehmend werden diese Mengen durch kasachisches Öl ersetzt. Die Raffinerie bezieht einen Teil ihres Rohöls über die Druschba-Pipeline, die auch russisches Gebiet durchquert, wobei die Anlieferung mit Tankern und der Pipeline von Rostock nach Schwedt erfolgt. Ein stetiger Anstieg der Öl-Einfuhren aus Kasachstan wird erwartet, da das Land plant, seine Exporte nach Deutschland im Jahr 2025 auf zwei Millionen Tonnen zu erhöhen. N-TV berichtet, dass…
Diese strategische Neuausrichtung ist besonders wichtig, da Deutschland anstrebt, seine Abhängigkeit von russischen Rohöl-Lieferungen zu reduzieren. Letztes Jahr importierte das Land über 78 Millionen Tonnen Rohöl, wobei Kasachstan 1,5 Millionen Tonnen ausmachte. Angesichts dieser schon vorher besorgniserregenden Zahlen ist die verstärkte Kooperation mit Kasachstan nicht nur ein wirtschaftliches, sondern auch ein politisches Signal.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die PCK-Raffinerie in Schwedt, durch die neuen Vereinbarungen mit Kasachstan, auf ein stabileres und diversifiziertes Versorgungssystem hinarbeitet. Mit dem Ziel, ihre Betriebsfähigkeit auf ein hohes Niveau zu bringen, möchte die Raffinerie auch weiterhin zu einem zentralen Akteur in der Ölversorgung des Nordostens Deutschlands und Berlins werden.