Afrikanische Schweinepest breitet sich aus: Sperrzone in Märkisch-Oderland
Im Spree-Neiße-Kreis wurden Sperrzonen wegen afrikanischer Schweinepest aufgehoben. Informationen zu Ausbrüchen und Maßnahmen.

Afrikanische Schweinepest breitet sich aus: Sperrzone in Märkisch-Oderland
Im Landkreis Märkisch-Oderland hat sich die afrikanische Schweinepest (ASP) wieder bemerkbar gemacht: An der Flussgrenze wurde die hoch ansteckende Virusinfektion bei einem erlegten Wildschwein nachgewiesen. Damit wird die Aufregung um diese Tierseuche erneut hochgeschraubt. Die zuständigen Behörden haben umgehend reagiert und eine Sperrzone für die Dörfer Bleyen, Genschmar, Groß Neuendorf, Kienitz und Sophienthal eingerichtet. Dies berichtet rbb24.
Zur Erinnerung: Der erste Fall der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland wurde am 10. September 2020 im Spree-Neiße-Kreis dokumentiert. Seitdem hat sich die Seuche über weite Teile Deutschlands ausgebreitet, wobei der Spree-Neiße-Kreis besonders betroffen war. Am vergangenen Montag, kurz vor diesem neuen Fall, wurden die Sperrzonen im Spree-Neiße-Kreis nahezu vollständig aufgehoben. ASP ist für die infizierten Tiere in der Regel tödlich, für Menschen hingegen besteht keinerlei Gefahr, wie die Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft bestätigt.
Sperrzonen und behördliche Maßnahmen
Die afrikanische Schweinepest ist eine hochansteckende Virusinfektion, die sowohl Wild- als auch Hausschweine trifft und fast immer zum Tod der Tiere führt. Das Virus kann durch direkten Kontakt zwischen Wild- und gehaltenen Schweinen oder über kontaminierte Lebensmittel verbreitet werden. Außerdem haftet das Virus an Jagdgegenständen, Futter, Kleidung und Schuhen, was eine schnelle Ausbreitung begünstigt. Die Tiere sehen dabei keine Möglichkeit, sich zu retten, und das Umfeld muss sich auf drastische Maßnahmen gefasst machen. So sind bei bestätigten Ausbrüchen komplette Tierbestände zu töten, um die Seuche einzudämmen, wie das Milieu- und Verbraucherschutzministerium Brandenburg erklärt.
Die Folgen waren bereits in der Vergangenheit deutlich spürbar: Wirtschaftliche Schäden ergaben sich durch Einschränkungen im Handel und die Einrichtung von Sperrzonen. Nach der Durchführungsverordnung vom 23. November 2024 sind Sperrzonen in Regionen wie Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz und natürlich Märkisch-Oderland eingerichtet worden, um die Verbreitung der Seuche zu verhindern.
Ausblick und Vorsichtsmaßnahmen
Die Gefahr scheint nicht gebannt, auch wenn behördliche Maßnahmen immer wieder zum Ziel haben, die ASP einzudämmen. Der Austausch zwischen den Bundesländern ist wichtig, um die Krankheit gemeinsam zu bekämpfen. Hierzu gehören auch verstärkte Aufklärungs- und Überwachungsmaßnahmen. Jagdgesellschaften und Tierhalter sind deshalb aufgerufen, Lebensmittelreste sorgfältig zu entsorgen und so Wildschweine nicht unwissentlich zu gefährden.
Ein Übel bleibt noch zu erwähnen: Das Virus ist in gekühltem, gefrorenem und geräuchertem Fleisch lange ansteckungsfähig. Somit ist es vonnöten, bei der Bearbeitung und Entsorgung von Fleischwaren höchste Vorsicht walten zu lassen. Umso wichtiger ist es, die Bevölkerung regelmäßig über die Risiken der Schweinepest aufzuklären und über die neuesten Entwicklungen zu informieren, speziell in den betroffenen Regionen.