Cottbus plant Paradigmenwechsel: Jugendhilfe neu ausrichten!
Cottbus plant Neustrukturierung der Jugendhilfe mit Fokus auf Prävention und Unterstützung, trotz geplanter Kürzungen.

Cottbus plant Paradigmenwechsel: Jugendhilfe neu ausrichten!
In Cottbus gibt es im Moment spannende Neuigkeiten zur Jugend- und Familienförderung. Die Stadt plant eine umfassende Neustrukturierung, die besonders präventive Ansätze in den Fokus rückt. Oberbürgermeister Tobias Schick bezeichnet dies als „Paradigmenwechsel“. Diese Initiative kommt nicht von ungefähr, denn die Haushaltskürzungen der letzten Zeit haben zahlreiche Proteste und eine öffentliche Diskussion ausgelöst. Die Stadt will Hilfen künftig früher bereitstellen, um langfristig kostenintensive Einzelfallmaßnahmen zu reduzieren.
So veranschlagt Cottbus jährlich rund 45 Millionen Euro für gesetzlich vorgeschriebene Hilfen zur Erziehung, welche in den letzten Jahren deutlich angestiegen sind. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken und eine nachhaltige Unterstützung zu sichern, plant die Stadt, Mittel umzuschichten und mehr Geld in präventive Maßnahmen zu investieren. Hierbei sind etwa 420.000 Euro für Aktionen bei freien Trägern eingeplant, um auch bestehende Angebote der Jugend- und Familienförderung fortzuführen und neu auszurichten.
Protest gegen Kürzungen
Trotz dieser neuen Pläne bleiben die beschlossenen Kürzungen bestehen. Aber die Stadtverwaltung hat angekündigt, die Angebote nicht nur fortzuführen, sondern auch anzupassen. Besonders im Fokus stehen dabei die elf selbstverwalteten Jugendclubs, die weiterhin Unterstützung erhalten sollen. Gleichzeitig werden die Migrationssozialarbeit und die Familienförderung fortgeführt.
Am 22. Oktober haben zahlreiche Bürgerinnen und Bürger vor dem Stadthaus gegen die Kürzungen demonstriert. Eine Online-Petition unterstützt den Antrag AT 36/25 des Jugendhilfeausschusses, der eine Rücknahme der Kürzungen sowie eine Nutzung der neuen Jugendhilfeplanung für zukünftige Haushaltsentscheidungen fordert. Der Jugendhilfeausschuss argumentiert vehement, dass präventive Maßnahmen langfristig die Kosten senken können. Aktuell wird der Antrag in den zuständigen Fachausschüssen intensiv beraten.
In der Cottbuser Verwaltung zeigt man sich optimistisch, dass dieser Wandel hin zu mehr Prävention notwenig ist und positive Effekte nach sich ziehen wird. Das Engagement der Stadt, trotz finanzieller Herausforderungen, ist ein Schritt in die richtige Richtung und wird hoffentlich bald Früchte tragen.