Tarifstreit beigelegt: Mehr Geld für Beschäftigte der Carl Thiem Klinik!

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Tarifeinigung in Brandenburg: 7% Lohnerhöhung für 2.350 Beschäftigte der Medizinischen Universität Lausitz, neues Arbeitszeitmodell ab 2026.

Tarifeinigung in Brandenburg: 7% Lohnerhöhung für 2.350 Beschäftigte der Medizinischen Universität Lausitz, neues Arbeitszeitmodell ab 2026.
Tarifeinigung in Brandenburg: 7% Lohnerhöhung für 2.350 Beschäftigte der Medizinischen Universität Lausitz, neues Arbeitszeitmodell ab 2026.

Tarifstreit beigelegt: Mehr Geld für Beschäftigte der Carl Thiem Klinik!

Endlich gibt es Licht am Ende des Tunnels: Der Tarifstreit an der Medizinischen Universität Lausitz, auch bekannt als Carl Thiem Klinikum, wurde erfolgreich beigelegt. Wie Tagesschau berichtet, wurden am Donnerstagabend Einigungen zwischen der Arbeitgeberseite und der Gewerkschaft Verdi erzielt. Betroffen sind etwa 2.350 nichtärztliche Beschäftigte und 570 Auszubildende.

Der neue Tarifvertrag sieht eine insgesamt siebenprozentige Lohnerhöhung für die nächsten zwei Jahre vor. Zudem werden die Auszubildenden mit rund 150 Euro zusätzlich im Monat entlohnt. Zudem sinkt die Wochenarbeitszeit auf 38,5 Stunden, was viele Beschäftigte freuen wird. Ein zusätzlicher Urlaubstag wird ab 2027 gewährt und auch Wechsel- sowie Schichtzulagen werden erhöht.

Mehr Geld für mehr Engagement

Ein wichtiger Punkt, den die Gewerkschaft bei den Verhandlungen ansprach, war die Wertschätzung für die oft herausfordernden Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen. So wurden unter anderem die Zuschläge für Schicht- und Nachtarbeit angehoben. Verdi hatte bereits zuvor eine 12-prozentige Tariferhöhung gefordert sowie eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit, die auf volle Lohnausgleiche pochte. Diese Regelungen sind laut der Gewerkschaft notwendig, um die Arbeitsbedingungen erträglicher zu gestalten und die Attraktivität der Berufe im Gesundheitswesen zu steigern.

Einige der Regelungen, um die Zufriedenheit und Motivation der Beschäftigten zu steigern, umfassen auch finanzielle Anreize für kurzfristiges Einspringen. Diese Maßnahmen sind in Anbetracht des anhaltenden Fachkräftemangels besonders relevant. Wer im Gesundheitssektor tätig ist, weiß, wie wichtig es ist, gutes Personal zu gewinnen und vor allem auch zu halten. ZDF hebt in diesem Zusammenhang hervor, dass der Bedarf an Fachkräften in den nächsten Jahren weiter zunehmen wird, wenn nicht grundlegende Reformen in den Versorgungsstrukturen umgesetzt werden. Die aktuelle Situation zwingt viele Fachkräfte zu Teilzeitarbeit, was den Nachdruck auf den Arbeitsmarkt erhöht.

Eingebunden in die Zukunft

Ein weiterer wichtiger Aspekt, den die Medizinische Universität Lausitz anstrebt, ist die Einbindung der Bevölkerung in den Aufbau einer neuen Uniklinik. Diese soll laut Plänen ab dem Wintersemester 2026/27 Medizinstudierenden zur Verfügung stehen. Bis 2038 werden die Gesamtkosten für den Aufbau der Universitätsmedizin auf rund 3,7 Milliarden Euro geschätzt, wobei der Bund mehr als die Hälfte dieser Summe trägt.

Diese positiven Entwicklungen lassen auf eine Stabilisierung im Gesundheitswesen hoffen. Die Erfolgsgeschichte der Einigung im Tarifstreit wird sicher hilfreich sein, um die Herausforderung des Fachkräftemangels in der Region zu bewältigen. Ob diese Maßnahmen auch tatsächlich greifen werden, bleibt jedoch abzuwarten. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die neuen Tarife nicht nur ein kurzfristiger Erfolg sind, sondern auch langfristig die Qualität und Sicherheit der Gesundheitsversorgung gewährleisten können.