Heftiger Widerstand: WG für pädophile Jugendliche in Uckermark gestoppt!

Heftiger Widerstand: WG für pädophile Jugendliche in Uckermark gestoppt!
In einer überraschenden Wende haben sich die Planungen für eine umstrittene Wohngruppe für Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen in der Uckermark zerschlagen. Die Entscheidung, das Projekt nicht weiter zu verfolgen, kam heute, am 26. August 2025, nach intensiven Diskussionen zwischen dem Jugendministerium Brandenburg, dem Landkreis Uckermark und dem Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerk (EJF). Das geplante Heim in der Gemeinde Casekow, das Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren, die sich sexuell zu Kindern hingezogen fühlen oder bereits Straftaten begangen haben, eine Betreuungsmöglichkeit bieten sollte, wird nicht realisiert, wie die Zeit berichtet.
Unterbürgermeisterin Karina Dörk betonte die Wichtigkeit einer adäquaten Versorgung, war jedoch auch klar, dass der notwendige gesellschaftliche Rückhalt für ein solches Projekt fehlte. Trotz der Erkenntnis, dass ohne geeignete Einrichtungen keine ausreichende Versorgung für betroffene Jugendliche aus ganz Deutschland existiert, lässt sich feststellen, dass die öffentliche Ablehnung stark war. Eine Petition, die über 3.500 Unterschriften sammelte, zeigte deutliche Bürgerproteste gegen die „Meilenstein“-Wohngruppe, so Nordkurier.
Massiver Widerstand und fehlende Sicherheitskonzepte
Die Bedenken der Bürger reichten von Kritik an unzureichenden Sicherheits- und Kinderschutzkonzepten bis hin zu Fachfragen zur Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Viele fühlten sich durch die späte Information der Kommunalpolitik über den Antragsprozess überrumpelt. Hierbei wurde auch die Sorge laut, dass die Einrichtung möglicherweise Klienten aus Berlin aufnehmen könnte, was zusätzliche Komplikationen mit sich gebracht hätte.
„Die Entscheidung, das Projekt nicht weiter zu verfolgen, ist der richtige Schritt“, so Gemeindevertreter Christian Gerlach, der die Erleichterung über die Berücksichtigung der Meinung der Bürger äußerte. Dies geschah zeitgleich mit der Veröffentlichung einer Pressemitteilung seitens des EJF, des Jugendministeriums Brandenburg und des Landkreises Uckermark, die klarstellte, dass die Versorgung von Jugendlichen mit komplexen Bedürfnissen und kognitiven Beeinträchtigungen eine gesellschaftlich notwendige Aufgabe bleibt.
Schutzkonzepte im Fokus
Das Vorhaben zeigt, wie wichtig es ist, dass soziale Einrichtungen über effektive Schutzkonzepte verfügen. Pädagogische Fachkräfte stehen in der Verantwortung, ein sicheres und geborgenes Umfeld für Kinder und Jugendliche zu schaffen. Mit der Reform des SGB VIII im Jahr 2021 wurden die Anforderungen an solche Konzepte weiter verstärkt, sodass sie nun in unterschiedlichen Einrichtungen Pflicht sind. Ein schlüssiges Konzept ist entscheidend, um präventiv gegen Machtmissbrauch und Übergriffe zu arbeiten, wie der Paritätische zusammenfasst.
Obwohl also das Projekt in Casekow nicht verwirklicht wird, bleibt die Herausforderung, geeignete Betreuungseinrichtungen für betroffene Jugendliche zu finden und gleichzeitig Sicherheit und Akzeptanz in der Gemeinde zu gewährleisten. Ein Balanceakt, der nicht einfach sein wird, aber aufgrund der sozialen Verantwortung des Staates nicht ignoriert werden kann.