Klimafreundliche Wärme: Prenzlau lädt Bürger zur Mitgestaltung ein!
Die Stadt Prenzlau startet eine kommunale Wärmeplanung zur klimafreundlichen Energieversorgung. Bürger können bis 2. Dezember 2025 mitwirken.

Klimafreundliche Wärme: Prenzlau lädt Bürger zur Mitgestaltung ein!
Die Stadt Prenzlau hat einen wichtigen Schritt in Richtung klimafreundlicher Energieversorgung unternommen. Wie NNN berichtet, startet die Kommune die kommunale Wärmeplanung, die als entscheidend für den Klimaschutz und die zukünftige Energieversorgung gilt. Die Unterlagen zur Wärmeplanung stehen den Bürgern bis zum 2. Dezember 2025 zur Einsichtnahme zur Verfügung. Das bedeutet, dass alle Interessierten die Möglichkeit haben, sich zu informieren und einzubringen.
Die Stadtwerke Prenzlau hatten bereits im Vorjahr über die Transformation des Fernwärmenetzes informiert und dabei insbesondere den Ausbau der Geothermie in den Vordergrund gerückt. Zukünftig wird das heiße Thermalwasser aus einer Bohrung von 1989, die 1000 Meter tief und 44 Grad warm ist, zum Betrieb von Großwärmepumpen verwendet. Diese Entscheidung orientiert sich an einer ehemaligen geothermischen Anlage aus der DDR-Zeit, die nach der Wende stillgelegt wurde. Die Stadtwerke versprechen sich von diesem Schritt nicht nur eine umweltfreundliche Wärmeversorgung, sondern auch eine 90%ige Förderung der Transformationskosten durch die frühzeitige Erstellung des Wärmeplans.
Beteiligung der Bürger
Die Bürger werden aktiv zur Beteiligung eingeladen und können ihre Stellungnahmen schriftlich oder per E-Mail einreichen. Für Rückfragen steht das Sachgebiet Stadt- und Ortsteilentwicklung telefonisch zur Verfügung. Die Wärmeplanung ist nicht nur ein interner Prozess; sie bietet auch den Eigentümern von Eigenheimen und Mehrfamilienhäusern die Chance, sich mit klimaneutralen Lösungen auseinanderzusetzen. Wie Fraunhofer UMSICHT betont, hilft der kommunale Wärmeplan bei der Entscheidung zwischen dezentralen Lösungen wie Wärmepumpen und zukünftigen Wärmenetzgebieten.
Um eine stabile und kosteneffiziente Wärmeversorgung zu gewährleisten, wird der Wärmeplan verschiedene Bestandteile umfassen: eine Bestandsanalyse der aktuellen Wärmeversorgung, die Ermittlung und Bewertung erneuerbarer Energiequellen, die Aufstellung eines Zielszenarios für 2045 und die Entwicklung einer Wärmestrategie. Diese Schritte sind essenziell, denn in der Zukunft müssen auch Großstädte bis zum 30. Juni 2026 und kleinere Kommunen bis 2028 ihre eigenen Wärmepläne vorlegen.
Herausforderungen und Zukunftsaussichten
Trotz der vielfältigen Möglichkeiten stehen die Kommunen vor Herausforderungen, insbesondere bei der zeitaufwendigen Beschaffung der notwendigen Daten für die verschiedenen Analysen. Es gilt, die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Stadtwerken, Wohnungswirtschaft und Verteilnetzbetreibern zu stärken, um die kommunale Wärmeplanung erfolgreich umzusetzen. Geoinformationstools können hierbei Unterstützung bieten, allerdings variieren die Datenverfügbarkeiten je nach Bundesland.
Zusammenfassend zeigt die kommunale Wärmeplanung in Prenzlau, dass auch kleinere Städte ein gutes Händchen für klimafreundliche Energieversorgung haben können. Die ersten Schritte sind bereits gesetzt und die Bürger haben die Möglichkeit, aktiv an der Gestaltung ihrer zukünftigen Wärmeversorgung mitzuwirken. Für jeden, der an diesem Thema interessiert ist, lohnt sich ein Blick auf die Unterlagen, die online unter waermeplan.prenzlau.de einsehbar sind.