Podologin Manuela Jesionek startet neuen Abschnitt in Prenzlau
Podologin Manuela Jesionek erweitert ihre Praxis in Prenzlau und sucht Unterstützung. Ziel: bessere Versorgung von Patienten.

Podologin Manuela Jesionek startet neuen Abschnitt in Prenzlau
In Prenzlau tut sich etwas: Podologin Manuela Jesionek, die gebürtig aus Polen stammt, startet einen neuen Abschnitt in ihrer beruflichen Laufbahn. Ab dem 1. Oktober wird sie nicht nur ihre Praxis erweitern, sondern auch mit der erfahrenen Podologin Ania aus Stettin zusammenarbeiten, die sich bereits seit über 15 Jahren in Prenzlau einen Namen gemacht hat. Wie der Nordkurier berichtet, beendet Jesionek dabei die Zusammenarbeit mit Kollegin Beata Balcerek, die in die Innenstadt zieht.
Die gelernte Podologin hat sich in den letzten Jahren intensiv mit Ernährungswissenschaften beschäftigt. Ihr Ziel: Menschen mit Diabetes sowie weiteren Erkrankungen wie Bluthochdruck und Herzproblemen dabei zu helfen, einen besseren Lebensstil zu führen. Sie plant, ihr Angebot in der Praxis zu erweitern und sucht daher eine erfahrene Kosmetikerin für ihr Team.
Die Herausforderungen der Anerkennung
Die Reise von Manuela Jesionek war nicht immer einfach. Aufgrund der reglementierten Berufsausübung in Deutschland hatte sie mit der Anerkennung ihrer Abschlüsse zu kämpfen. In Deutschland dürfen nur Personen mit anerkannten Berufsqualifikationen in einem reglementierten Beruf arbeiten. Anerkennung-in-Deutschland.de erklärt, dass viele Berufe, so auch der der Podologin, gewissen gesetzlichen Vorschriften unterliegen, die sicherstellen sollen, dass diese Berufe nur von qualifizierten Fachkräften ausgeübt werden.
Jesionek musste daher ein Sprachzertifikat auf B2-Niveau am Goethe-Institut erwerben, was ihr zu Beginn Sorgen bereitete. Die Anerkennung ihrer Qualifikationen erforderte zudem das Sammeln und Übersetzen diverser Dokumente sowie die Ablegung einer Sprachprüfung. Damit ist sie aber nicht allein – viele ausländische Fachkräfte, die in Deutschland arbeiten möchten, stehen vor ähnlichen Herausforderungen.
Ausblick und Unterstützung
Die Praxis von Jesionek am Prenzlauer Turmcarré bleibt auch weiterhin für die Patient:innen offen. Die Behandlungsräume erfreuen sich einer hohen Zufriedenheit. Um die Anerkennung ihrer bisherigen Schul- und Berufsabschlüsse zu besprechen, empfiehlt sich der Kontakt zur Agentur für Arbeit oder zum Jobcenter, wo auch Informationen über die nötigen Schritte und die Unterstützung bei Übersetzungen angeboten werden.Arbeitsagentur.de stellt fest, dass Zeugnisse oftmals übersetzt werden müssen, und es in vielen Fällen auch eine Bestätigung der Übersetzung benötigt wird.
Für Jesionek und ihre zukünftige Kollegin steht also ein aufregender Weg bevor, der sowohl Herausforderungen als auch Chancen bietet. Die Entwicklungen in ihrer Praxis könnten nicht nur ihre Karriere beleben, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsversorgung in Prenzlau leisten.