Ruhe im idyllischen Klein Upahl: Ermittlungen nach Fabians Tod belastet das Dorf

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

Klein Upahl, ein idyllisches Dorf in der Uckermark, kämpft nach dem Mordfall Fabian um den Erhalt seiner touristischen Anziehungskraft.

Klein Upahl, ein idyllisches Dorf in der Uckermark, kämpft nach dem Mordfall Fabian um den Erhalt seiner touristischen Anziehungskraft.
Klein Upahl, ein idyllisches Dorf in der Uckermark, kämpft nach dem Mordfall Fabian um den Erhalt seiner touristischen Anziehungskraft.

Ruhe im idyllischen Klein Upahl: Ermittlungen nach Fabians Tod belastet das Dorf

In der idyllischen Gemeinde Klein Upahl am Ufer des gleichnamigen Sees schlägt der Wind nur noch leise durch die Straßen, seit die Ermittlungen im tragischen Mordfall Fabian die Dorfgemeinschaft in ihren Bann gezogen haben. Vor etwa zwei Wochen fand man die Leiche des achtjährigen Fabian in der Nähe des Dorfes, ein Ereignis, das die Stimmung merklich trübt und dennoch einen Funken Hoffnung weckt.

Wie der Uckermark Kurier berichtet, leidet das benachbarte Steakhaus „Brazil“ unter den Schatten der Ermittlungen. In kurzer Zeit wurden dort rund 10 bis 12 Reservierungen, darunter eine Feier mit 13 Personen und eine Jagdgesellschaft aus Dänemark, abgesagt. Einige Gäste zogen die Stornierungen aus gesundheitlichen Gründen in Betracht, während andere ganz offen zugaben, dass sie wegen des Falls Fabian nicht kommen wollten. „Es ist einfach bedrückend“, so Frank Berding, Inhaber des Gutshofes am See, der eine spürbare Ruhe in der Gemeinde wahrnimmt.

Gemeinsame Adventsaktion als Lichtblick

Um den drückenden Umständen entgegenzuwirken, plant Berding eine Adventsaktion, bei der sich die Bürger von Klein Upahl und Umgebung aktiv in das Dorfleben einbringen können. „Wir müssen zusammenhalten und Optimismus verbreiten“, erklärt er. Um diesen Geist zu fördern, wird auch das Steakhaus „Brazil“ einen speziellen Adventskalender auflegen.

Die Resonanz auf Berdings Initiative scheint vielversprechend: Bereits 18 Teilnehmer, darunter Mitglieder der Gemeindevertretung und der Feuerwehr, haben ihr Interesse an der Adventsveranstaltung bekundet. Der Gutshof wird zudem auch an Ruhetagen geöffnet sein, um den Dorfbewohnern und Besuchern eine Anlaufstelle zu bieten.

Tourismus: Die Lage bleibt stabil

Während die Atmosphäre in den Restaurants und Geschäften unter den Auswirkungen des Mordfalls leidet, gibt es positive Nachrichten aus der Ferienvermietung. Laut Berichten von Christian Schumann, einem Anbieter von Ferienwohnungen in der Region, spüren die langfristig vermieteten Unterkünfte sowie der Campingplatz in Lohmen keine Stornierungen. Auch die Tourist-Information in Güstrow kann keine negativen Auswirkungen auf die Buchungen bestätigen.

Die Dorfbewohner von Klein Upahl bleiben zuversichtlich und möchten zeigen, dass man auch in schwierigen Zeiten zusammensteht. „Wir müssen weiter an unser Dorf und unsere Tradition glauben“, betont Berding und weist auf die lange Geschichte des Zusammenhalts in der Region hin. Bleibt zu hoffen, dass diese positive Einstellung in der kalten Jahreszeit noch mehr Gehör findet.