Schwimm-Krise in Deutschland: Uckermark zeigt, wie's geht!

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In der Uckermark verbessert das DLRG-Team die Schwimmausbildung für Kinder durch innovative Programme und engagierte Ehrenamtliche.

In der Uckermark verbessert das DLRG-Team die Schwimmausbildung für Kinder durch innovative Programme und engagierte Ehrenamtliche.
In der Uckermark verbessert das DLRG-Team die Schwimmausbildung für Kinder durch innovative Programme und engagierte Ehrenamtliche.

Schwimm-Krise in Deutschland: Uckermark zeigt, wie's geht!

In Deutschland können nur rund 80 % der Kinder schwimmen, und das macht eine intensive Schwimmausbildung mehr als notwendig. In der Uckermark zeigt sich jedoch, dass man diesem Trend entgegenwirken kann. Besonders im Strandbad Brüssow hat sich die Situation entscheidend gewandelt, wie nordkurier.de berichtet. Bademeister Jens Fischbach und sein engagiertes Team von der DLRG haben das Strandbad kurzerhand in eine Schwimmschule umgewandelt. Hier wird trotz wechselhaften Wetters fleißig geschwommen und trainiert.

In dieser Schwimmschule werden neben regelmäßigen Schwimmkursen auch Schulschwimmen und Abzeichenprüfungen angeboten. Das Interesse ist groß: Neun Schulen nutzen die Möglichkeiten in Brüssow und Klockow, um ihren Schülern eine fundierte Schwimmausbildung zu bieten. In Brüssow beteiligen sich vier Schulen mit im Durchschnitt 19 Kindern, während in Klockow fünf Schulen rund 24 junge Schwimmer in ihre Programme integriert haben.

Erfolgreiche Projekte und Engagement

Besonders erwähnenswert sind die privaten Schwimmkurse, die während der Sommerferien angeboten werden. Diese sind auf maximal zehn Kinder pro Gruppe beschränkt, was eine individuelle Betreuung ermöglicht. In diesem Jahr konnten stolze 28 Kinder eine solide Schwimmausbildung erhalten, unterstützt durch über 20 ehrenamtliche Rettungsschwimmer, die ihre Zeit und ihr Wissen zur Verfügung stellen. Damit wird nicht nur das Schwimmen gelernt, sondern gleichzeitig auch die Bedeutung der Gemeinschaft und des ehrenamtlichen Engagements vermittelt.

Zudem hat Jens Fischbach die DLRG-Jugend-Ortsgruppe Brüssow ins Leben gerufen. Hier werden Jugendliche zu Rettungsschwimmern ausgebildet, und das sowohl vor Ort als auch in Hallenbädern in Schwedt und Polen. Ein weiteres Highlight ist die Ausbildung von Lehrkräften und Betreuern, die im Rahmen der Ausbildung zur Rettungsschwimmerin oder zum Rettungsschwimmer eine zusätzliche Verantwortung für die Sicherheit anderer übernehmen können. Das Deutsche Rote Kreuz in Templin und die DLRG Uckermark setzen sich auch im Winter aktiv für die Schwimmausbildung ein und zeigen damit, wie wichtig kontinuierliches Lernen und Üben im Wasser ist.

Die Bedeutung von Wassergewöhnung

Eine breite Wassergewöhnung bereits in der frühen Kindheit ist essenziell, um Wasserangst vorzubeugen und Sicherheit im Element Wasser zu vermitteln. Spielerische Formen wie Schwimmen im Babyschwimmkurs oder mit der Familie werden empfohlen. Laut dlrg.de sollte der direkte Kontakt mit Wasser – sei es in der Badewanne oder der Dusche – zur Gewohnheit werden. Dabei ist besondere Vorsicht geboten: Der Einsatz von Schwimmhilfen ohne Aufsicht kann gefährlich sein, da sie oft eher hinderlich als hilfreich sind.

Die DLRG steht in der Verantwortung, die Sicherheit im Wasser zu fördern, nicht nur durch Schwimmausbildung, sondern auch durch Aufklärung und Prävention. Es besteht kein Zweifel: Die Schwimmausbildung der Kinder ist ein Thema, das uns alle angeht. Die in Brüssow umgesetzten Projekte sind ein leuchtendes Beispiel dafür, wie man mit gutem Engagement und der richtigen Unterstützung trotz der herausfordernden Entwicklung in Deutschland vorankommen kann, um die Schwimmfähigkeit der Kinder zu stärken.

In Anbetracht dieser Erfolge und der Herausforderungen bleibt zu hoffen, dass weitere Initiativen folgen, um auch in anderen Regionen das Schwimmen wieder hoch im Kurs zu halten und mehr Kinder in den Genuss einer soliden Schwimmausbildung zu bringen.