Wildparken am Lübbesee: Stadt setzt Maßnahmen gegen Chaos im Sommer!
Die Stadt Uckermark reagiert auf Wildparken am Lübbesee mit neuen Parkverbotszonen und Verkehrsmaßnahmen, um Anlieger zu entlasten.

Wildparken am Lübbesee: Stadt setzt Maßnahmen gegen Chaos im Sommer!
In der beliebten Straße „Zur Buchheide“, die zum Lübbesee führt, sorgt das herrliche Badewetter nicht nur für strahlende Gesichter, sondern auch für gewaltige Parkplatzprobleme. An den Sommerwochenenden drängen sich die Badegäste und die Autos so stark, dass Anlieger und Radfahrer oft mit rücksichtslos parkenden Fahrzeugen auf den Banketten konfrontiert werden. Laut einem Bericht von Nordkurier äußern viele Anwohner ihren Unmut über die Geschwindigkeitsüberschreitungen, die oft über 30 km/h liegen, und fordern von der Stadt Maßnahmen zur Verbesserung der Situation.
Ein paar engagierte Anlieger haben bereits das Gespräch mit der Stadt gesucht und eine Reihe von Vorschlägen unterbreitet. Dazu zählen die Einrichtung einer Parkverbotszone am alten Sportplatz sowie die Ausweisung einer Fahrradstraße an beiden Enden der Straße. Auch Bodenmarkierungen mit Piktogrammen und Verkehrsberuhigungsmaßnahmen stehen im Raum. Schließlich sollen regelmäßige Kontrollen die Verkehrssicherheit erhöhen. Ordnungsamtsleiter Rico Bechly hat bestätigt, dass die Beschwerden ernst genommen werden; die Stadt plant, die Verkehrskontrollen im Sommer zu verstärken. Besonders an den Stoßzeiten von 10 bis 12 Uhr und 16 bis 18 Uhr wird die Polizei mit Geschwindigkeitskontrollen präsent sein.
Fahrradstraße und Verkehrsregeln
Auf der neuen Fahrradstraße, die gemäß den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung eingerichtet wird, haben Radfahrer Vorrang. Ein wichtiger Punkt ist, dass Anlieger sich hinter den Radfahrern einreihen müssen. So wird gewährleistet, dass die Radfahrer ungestört ihre Wege finden können. Laut ADAC ist die Höchstgeschwindigkeit auf Fahrradstraßen auf 30 km/h begrenzt, und Kraftfahrzeuge müssen einen Mindestabstand von 1,50 Metern beim Überholen von Radfahrern einhalten.
Besonders spannend ist, dass in Fahrradstraßen nicht nur Fahrräder, sondern auch Pedelecs und E-Scooter zugelassen sind. Um Radfahrer nicht zu gefährden, dürfen Zusatzzeichen andere Fahrzeugarten wie Pkw und Lkw freigeben, allerdings immer unter dem Vorbehalt, dass der Radverkehr nicht behindert wird. Das muss für alle Verkehrsteilnehmer klar verständlich sein und sicherstellen, dass Fußgänger nicht gefährdet werden, wenn Radfahrer und Autos sich die Straße teilen. Informationen zu den Regeln der Fahrradstraßen findet man auch auf STVO2GO.
Um das bestehende Verkehrsproblem nachhaltig zu lösen, hat die Stadt bereits eine Parkverbotszone für den Herbst 2024 vorgesehen. Der Verkehr soll besser geleitet werden, sodass Rettungswege immer freigehalten werden können. An den Wochenenden hat die Stadt in der Vergangenheit bis zu 70 Verwarnungen für Falschparken ausgesprochen. Je Verwarnung muss ein Bußgeld von 25 Euro bezahlt werden. Ein klarer Fingerzeig, dass hier Handlungsbedarf besteht!