Vogelgrippe: Stallpflicht in Brandenburg sorgt für Alarmstimmung!
Brandenburg führt Stallpflicht wegen Vogelgrippe ein. Ausbreitung der Krankheit betroffen, Maßnahmen zur Tiergesundheit getroffen.

Vogelgrippe: Stallpflicht in Brandenburg sorgt für Alarmstimmung!
In Brandenburg herrscht momentan eine allgemeine Stallpflicht für Geflügel, die aufgrund der anhaltenden Ausbreitung der Vogelgrippe (H5N1) verhängt wurde. Die Situation hat bereits zu zehntausenden getöteten Nutztieren und einem massiven Sterben von Wildvögeln geführt. In mehreren Bundesländern, darunter auch Hamburg und das Saarland, sind ähnliche Maßnahmen in Kraft getreten, um die Krankheit einzudämmen. Laut rbb-online haben elf von zwölf Landkreisen in Brandenburg Stallpflicht angeordnet, um Wildvögel und Nutztiere voneinander zu isolieren.
Um die Geflügelbestände zu schützen, müssen die Tiere in den Stall oder unter spezielle Schutzvorrichtungen gebracht werden. Die Vorschriften variieren je nach Landkreis, was einen gewissen bürokratischen Aufwand mit sich bringt. Bei Verstößen gegen diese Regelungen drohen empfindliche Bußgelder von bis zu 30.000 Euro. So lautet der Appell der Behörden: “Halten Sie Ihre Tiere unbedingt geschützt!”
Knifflige Lage für die Branche
Trotz der massiven Tötungen von Nutztieren erwarten die Verbände der Deutschen Geflügelwirtschaft keine gravierenden Preisschwankungen auf dem Markt. Verbandspräsident Goldnick stellte in einem Interview klar, dass eine plötzliche Preisexplosion nicht zu erwarten sei. Der Großteil der im Inland gekauften Gänse sei importiert, was die Marktstabilität auf lange Sicht unterstützen könnte. Aktuell stammen nur etwa 20 Prozent der in Deutschland konsumierten Gänse aus heimischer Produktion, während der Rest hauptsächlich aus Ungarn und Polen kommt, berichtet MDR.
Die Stallpflicht trifft nicht nur gewerbliche Betriebe, sondern auch private Halter und Zoos, die gezwungen sind, besondere Vorkehrungen zu treffen. Die Lage bleibt angespannt, und von den zuständigen Stellen wird ständig aktualisiert berichtet, um die betroffenen Akteure zu unterstützen.
Schutzvorkehrungen im Fokus
Mit dem Ziel, die Vogelgrippe einzudämmen, mussten in Brandenburg bereits etwa 155.000 Tiere gekeult werden – eine Zahl, die der Situation von 2016/2017 ähnelt. Zudem wurde festgestellt, dass Kraniche besonders betroffen sind, was in Nordwest-Brandenburg zu einer Kadaversammlung von rund 2.000 tot aufgefundenen Tieren geführt hat. Die dynamische Lage erfordert rasches Handeln, um weitere Ausbrüche zu verhindern. Die Zahl der täglich gemeldeten Fälle steigt weiterhin und lässt keinen Raum für Nachlässigkeit, informiert Tagesschau.
Während viele Landwirte sich um ihre Betriebe sorgen, bleibt das Ansteckungsrisiko für Menschen jedoch äußerst gering. Dennoch bleibt zu hoffen, dass die Maßnahmen greifen und die Ausbreitung der Vogelgrippe bald gestoppt werden kann.