Eine Million Kinder in Deutschland: Alarmierende Armut und Zukunftsangst!

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Über eine Million Kinder in Deutschland leben in Armut. UNICEF warnt vor negativen Folgen für Bildung und Gesundheit.

Über eine Million Kinder in Deutschland leben in Armut. UNICEF warnt vor negativen Folgen für Bildung und Gesundheit.
Über eine Million Kinder in Deutschland leben in Armut. UNICEF warnt vor negativen Folgen für Bildung und Gesundheit.

Eine Million Kinder in Deutschland: Alarmierende Armut und Zukunftsangst!

Am 12. November 2025 wurde ein alarmierender Bericht von UNICEF zur Lage der Kinder in Deutschland veröffentlicht, der unterstreicht, dass mehr als eine Million Kinder in unserem Land in Armut aufwachsen und es ihnen an grundlegenden Bedürfnissen mangelt. Laut Tagesschau sind neun Prozent der insgesamt 14 Millionen Kinder in Deutschland betroffen. Diese Kinder haben oft keinen Platz für Hausaufgaben, können sich keine vollwertigen Mahlzeiten leisten und besitzen nicht einmal ein zweites Paar Schuhe.

Es ist besonders besorgniserregend, dass 44 Prozent der betroffenen Kinder in überbelegten Wohnungen leben. Zudem sind mindestens 130.000 Kinder wohnungslos und in kommunalen Unterkünften untergebracht. Der Bericht zeigt auf, wie die familiäre Situation, in der diese Kinder leben, deren Teilhabechancen stark beeinträchtigt.

Die Auswirkungen der Armut

Die Folgen von Kinderarmut sind vielfältig und erschreckend. Laut dem Bericht können ein Viertel der Kinder nicht gut lesen, und die digitale Kompetenz der Jugendlichen ist alarmierend niedrig: 41 Prozent der Achtklässler haben nur rudimentäre Fähigkeiten im Umgang mit Computern und digitalen Tools. Über 62.000 Kinder verlassen jährlich die Schule ohne Abschluss, eine Entwicklung, die seit Jahren stagniert.

Hinzu kommt, dass 40 Prozent der 11- bis 15-Jährigen regelmäßig unter gesundheitlichen Beschwerden leiden, wie Kopfschmerzen und Schlafproblemen. Der Anteil der betroffenen Kinder ist in den letzten Jahren von 24 Prozent im Jahr 2014 auf 40 Prozent im Jahr 2022 angestiegen. Georg Graf Waldersee, Vorsitzender von UNICEF Deutschland, warnt eindringlich: „Die Zukunft Deutschlands ist gefährdet, wenn die Unterstützung für Kinder nicht spürbar verbessert wird“.

Forderungen nach Reformen

Die Direktorin des Deutschen Jugendinstituts, Sabine Walper, kritisiert die stagnierenden Entwicklungen bei der Bekämpfung von Kinderarmut in Deutschland. Es besteht dringender Handlungsbedarf, um Kindern aus benachteiligten Verhältnissen gerechte Chancen zu bieten. UNICEF empfiehlt gezielte Investitionen in Programme, die vor allem armen Kindern zugutekommen, sowie den Ausbau des „Startchancenprogramms“ an Schulen.

Die Daten stammen aus umfangreichen Recherchen und Umfragen, die die Realität von über einer Million Kindern in Deutschland beleuchten. Es wird immer deutlicher, dass die gesellschaftliche Teilhabe und der berufliche Erfolg der betroffenen Kinder ernsthaft gefährdet sind. Der Bericht zur Lage der Kinder wird mittlerweile seit 2006 von UNICEF herausgegeben und basiert auf amtlichen Statistiken und repräsentativen Befragungen, ergänzt durch qualitative Beteiligungsformate, die erstmals auch den Stimmen von Jugendlichen Gehör verschaffen.

Sehen wir auf die Zahlen: Jährlich leben 1,9 Millionen Kinder in Familien, die von Bürgergeld abhängig sind, was die Situation weiter zuspitzt. Wenn sich nichts ändert, wird die Armut unter Kindern in Deutschland auch in den kommenden Jahren ein unausweichliches Thema bleiben. UNICEF fordert daher alle politischen Akteure auf, entschlossen gegen diese Missstände vorzugehen und die Rahmenbedingungen für Kinder in Deutschland zu verbessern, damit auch sie eine bessere Zukunft haben können. UNICEF und die Zeit tragen dazu bei, diese wichtigen Themen in den Fokus zu rücken und den notwendigen Wandel zu initiieren.