Klimagipfel COP30: Deutschlands Schlingerkurs sorgt für internationale Kritik
Deutschland zeigt sich bei der COP30 in Brasilien zurückhaltend in der Klimapolitik. Diskussion über Emissionsziele bis 2040 steht im Fokus.

Klimagipfel COP30: Deutschlands Schlingerkurs sorgt für internationale Kritik
Die Welt blickt gespannt auf die bevorstehende 30. UN-Weltklimakonferenz (COP30), die in Belém, Brasilien, vom 10. bis zum 21. November 2025 stattfindet. Über 190 Staaten sind vertreten, darunter Staatsoberhäupter, Minister und Vertreter aus Non-Profit-Organisationen sowie der Wissenschaft und Wirtschaft. Vor dem Hintergrund der globalen Klimakrise stehen entscheidende Fragen auf der Tagesordnung, während sich die geopolitischen Gegebenheiten dramatisch verändern. Tagesschau berichtet, dass die USA unter der Führung von Präsident Donald Trump nicht an der Konferenz teilnehmen werden, was eine Schwächung der internationalen Klimaschutzmaßnahmen darstellt.
Eine der großen Herausforderungen bei dieser Klimakonferenz wird die Diskussion um die nationalen Klimaziele (NDCs) sein. Diese Selbstverpflichtungen müssen alle fünf Jahre überprüft werden, und die Bilanz der aktuellen NDCs wird als ernüchternd eingestuft. Besonders die abgeänderten Klimaziele der EU, die jetzt mit 90 % weniger Treibhausgasemissionen bis 2040 auftrumpfen, werfen Fragen auf. bpb.de vermerkt, dass Deutschland dabei mit einer Zielmarke von 88 % weniger Emissionen bis 2040 aufwarten möchte, wobei jedoch wirtschaftliche Rahmenbedingungen ein entscheidender Faktor bleiben.
Deutschlands Rolle bei COP30
Deutschland zeigt sich in der aktuellen Klimapolitik zurückhaltend. Umweltminister Carsten Schneider lobt zwar die politische Ausrichtung, die darauf abzielt, die Erderwärmung auf unter 3 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu halten, jedoch bleibt die Frage der konkreten finanziellen Zusagen für den Klimaschutz, insbesondere für den Schutz des Regenwaldes, unbeantwortet. So hat Deutschland keinen eindeutigen Beitrag zum Tropical Forest Forever Facility (TFFF) geleistet, welches von Brasilien mit 1 Milliarde Dollar gefördert werden soll. Die Bundesregierung sieht den Fonds jedoch als interessantes Modell, will aber zunächst technische Details klären. Kritiker werfen der deutschen Regierung vor, einen unsicheren Kurs in der Klimapolitik zu fahren. Tagesschau hebt hervor, dass diese Unentschlossenheit zu einer geschätzten Glaubwürdigkeitskrise sowohl national als auch international führen könnte.
Die COP30 wird als entscheidender Moment für den globalen Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas gewertet. Es sind leider nur wenige konkrete Fortschritte in Sicht, und Wissenschaftler zeigen sich pessimistisch bezüglich der Erreichung des 1,5-Grad-Ziels, da die Erderwärmung bereits deutlich über diese Grenze hinausgegangen ist. Laut eines Berichts des UN-Umweltprogramms zielt die Welt auf einen Temperaturanstieg von 3,1 Grad ab, es sei denn, es werden sofortige Maßnahmen zur Eindämmung der Emissionen ergriffen.
Der Weg nach vorn
Es ist klar: Auf der COP30 stehen richtungsweisende Entscheidungen an, und die Prognosen bescheren der Weltwirtschaft und der Umwelt stark steigende Sorgenfalten. Brasilien wird in dieser Konferenz eine Schlüsselrolle spielen, vor allem, weil der Schutz des Amazonas-Regenwaldes jetzt mehr denn je im Fokus der internationalen Gemeinschaft ist. Aktuell wird über den Ausbau indigenen Klimaschutzpläne diskutiert, die mit 125 Milliarden Dollar für den Schutz tropischer Regenwälder unterstützt werden sollen. Daraus könnte sich eine neue Dynamik im internationalen Klimaschutz entwickeln. bpb.de präsentiert sich somit als eine wichtige Bühne für den globalen Klimadialog.
Die Zukunft der Klimapolitik könnte also abhängen von dem, was auf dieser Konferenz passiert. Was für eine Wende könnte Brasilien bringen und welche Auswirkungen werden die nicht teilnehmenden USA haben? Man darf gespannt sein!