City-Manager packen an: So wird die Innenstadt wieder lebendig!

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City-Manager in Mecklenburg-Vorpommern diskutieren am 10. November in Demmin über Strategien zur Belebung leerstehender Innenstädte.

City-Manager in Mecklenburg-Vorpommern diskutieren am 10. November in Demmin über Strategien zur Belebung leerstehender Innenstädte.
City-Manager in Mecklenburg-Vorpommern diskutieren am 10. November in Demmin über Strategien zur Belebung leerstehender Innenstädte.

City-Manager packen an: So wird die Innenstadt wieder lebendig!

Die Innenstädte in Deutschland stehen vor großen Herausforderungen. Leere Gehwege und verwaiste Plätze sind ein Bild, das viele Städte prägt. Ein Team von 25 City-Managern in Mecklenburg-Vorpommern hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem entgegenzuwirken. Sie wollen mehr Menschen in die Stadtzentren bringen und Lebendigkeit zurückholen. Diese Initiative wird besonders in größeren Städten wie Rostock, Schwerin und Neubrandenburg sowie in kleineren Orten wie Pasewalk und Schwaan umgesetzt.

Ein gutes Beispiel für diese Bemühungen ist die City-Managerin von Pasewalk, die erfolgreich eine Frühlings-Shopping-Veranstaltung organisiert hat, um lokale Angebote zu präsentieren. „Wir stehen in engem Kontakt mit den Unternehmern und helfen bei Genehmigungsproblemen“, berichtet Corinna Thieme, die City-Managerin in Plau am See. Durch ein Förderprogramm der Landesregierung während und nach der Corona-Pandemie wurden viele City-Verantwortliche eingestellt, doch leider konnten nicht alle Stellen nach Ablauf der Förderung erhalten bleiben.

Gemeinsame Lösungen für die Innenstädte

Bei einer Diskussion, die am 10. November in der Demminer Beermann-Arena stattfinden wird, geht es darum, neue Ideen für die Haff-Müritz-Region zu finden. Das Wirtschaftsministerium hebt hervor, dass Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich zu anderen Bundesländern gut aufgestellt sei, doch die Schaffung lebendiger Zentren in Orten mit weniger Einwohnern bleibt eine Herausforderung.

Ähnliche Herausforderungen wurden auch in Dortmund besprochen, wo Oberbürgermeister Thomas Westphal die erste digitale City-Runde einberief. Während der Diskussion wurde deutlich, dass der Wandel im Handel und ein geändertes Kundenverhalten – auch beeinflusst durch die Corona-Pandemie – die Innenstadt vor neue Herausforderungen stellt. Der Online-Handel boomt, was auch die Aufenthaltsqualität in den urbanen Räumen betrifft.

Um dem entgegenzuwirken, setzen die Dortmunder auf ein Maßnahmenpaket zur Stärkung der Innenstadt, das die Schaffung eines City-Managers sowie mobile Grünflächen und bessere Beleuchtung umfasst. Vor etwas schwierigerem Hintergrund wird auch über die Attraktivität von Wochenmärkten und die Erweiterung von Flächen für die Außengastronomie nachgedacht – „wir müssen die Innenstadt schöner gestalten“, betont Westphal.

Aus der Krise lernen

In beiden Städten wird klar: Es braucht umfassende Strategieansätze, um die wirtschaftlichen Existenzen zu sichern und gleichzeitig eine positive Atmosphäre zu schaffen. In Dortmund erläuterte Westphal vier „S“, die als Handlungsprogramm dienen sollen: Sichern, Schöner werden, Strukturen ändern und Segmentierung. Diese Punkte sollen helfen, besonders stark betroffene City-Quartiere wie das Brück- und Rosenviertel zu fördern.

Während Klagen über die Herausforderungen oft laut werden, ist es essenziell, dass Stadtverwaltungen, Unternehmer und die Bürger an einem Strang ziehen. Die Bestrebungen der City-Manager in Mecklenburg-Vorpommern und die Initiativen in Dortmund sind zwei Facetten eines umfassenden Bemühens, die Innenstädte wiederbeleben und für zukünftige Generationen attraktiv gestalte. Es bleibt spannend, welche kreativen Lösungen in den nächsten Monaten in den Städten umgesetzt werden können. Besondere Aufmerksamkeit erhält dabei die Entwicklung im Rahmen des NDR „Talk vor Ort“, wo gemeinsam an einer positiven Zukunft für die Innenstädte gearbeitet werden soll.

Für alle Beteiligten heißt es jetzt: Kreativ bleiben und mit einem guten Händchen die Herausforderungen meistern – denn nur zusammen kann es gelingen, die Innenstädte lebendig zu halten und zu gestalten.