Neubau der Waldorfschule in Schwerin: Ein Bildungstraum wird Realität!
Die Schweriner Waldorfschule plant den Neubau auf einem Areal in Neu Zippendorf, um steigende Schülerzahlen zu bewältigen.

Neubau der Waldorfschule in Schwerin: Ein Bildungstraum wird Realität!
Die Schulgemeinschaft in Schwerin kann aufatmen: Am 14. Juli 2025 hat die Stadtvertretung endlich den Neubau der Waldorfschule beschlossen. Auf einem großzügigen Areal von 24.500 Quadratmetern an der Pecser Straße 1–3 und der Perleberger Straße 16 in Neu Zippendorf wird die Schule entstehen. Damit wird nicht nur den bestehenden Platzproblemen Rechnung getragen, sondern auch dem wachsenden Bedarf an Schulplätzen in der Region. Wie schwerin.news berichtet, rechnet die Waldorfschule bis zum Schuljahr 2033/34 mit einem Anstieg der Schülerzahlen auf rund 600.
Zuletzt waren in der Schule 412 Kinder eingeschrieben, doch die räumlichen Gegebenheiten am bisherigen Standort lassen keine optimale Inklusion mehr zu. Immerhin ist die Freie Waldorfschule in der Schloßgartenallee bereits voll belegt und kann die Nachfrage nicht mehr befriedigen. Die Situation wurde auch von der Fraktion DIE LINKE aufgegriffen, die sich über die Waldorfpädagogik und deren Herausforderungen informiert hat. Gerd Böttger, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, äußerte sich positiv über die Idee, neben bezahlbaren Wohnungen auch eine neue Schule zu planen und unterstützt den Umzug an den neuen Standort schwerin-lokal.de.
Vorteile des neuen Standorts
Das neue Grundstück bietet nicht nur eine erstklassige Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, sondern liegt auch in der Nähe eines Waldgebietes sowie von Sport- und Freizeitflächen, die die Lebensqualität im Stadtteil erheblich anheben. Die Schulleitung plant, neben modernen Schulgebäuden auch einen Hort und eine Kita zu integrieren, um ein breites Spektrum an Bildungs- und Betreuungsangeboten zu schaffen. Wie schwerin.news zitiert, soll durch dieses Projekt nicht nur der Bildungsbedarf gedeckt werden, sondern auch eine soziale Aufwertung des Quartiers erreicht werden.
Um das Erbbaurecht von 60 Jahren und die Möglichkeit auf zweimalige Verlängerung wird ein jährlicher Erbbauzins von 1,5 Prozent des Verkehrswertes fällig. Innerhalb der ersten fünf Jahre müssen auch Investitionen erfolgen, sonst könnte das Erbbaurecht wieder entzogen werden. Für die zukünftige Planung ist außerdem die Frage des 2011 leerstehenden Kita-Baus auf dem Gelände von Belang: Hier wird geprüft, ob dieser abgerissen werden kann, um Platz für die neue Schule zu schaffen.
Ein Blick in die Zukunft
Die Waldorfvereinigung Schwerin hat sich zum Ziel gesetzt, mit diesem Neubau eine zeitgemäße Waldorfpädagogik zu realisieren. Dies könnte ein wichtiger Schritt im Kontext der bundesweiten Bildungsdebatte sein. Bildungsakteure engagieren sich im Dialog für die Reform des Bildungssystems. Im März 2023 wurde das Bündnis #NeustartBildungjetzt gegründet, um konkrete Lösungen für die Herausforderungen im Bildungssystem zu entwickeln. Der Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS) spielt dabei eine zentrale Rolle, um gemeinsame Veränderungsprozesse anzustoßen und die Kommunikation zwischen verschiedenen Bildungsträgern zu verbessern. Laut waldorfschule.de soll durch den Bildungsdialog die Teilhabe an Prozessen gefördert und damit ein echter Neustart in die Bildung gesetzt werden.
Insgesamt zeigt sich, dass in Schwerin nicht nur in der Schulpolitik, sondern auch in der gesamten Bildungslandschaft Bewegung herrscht. Der Neubau der Waldorfschule ist nur ein Mosaikstein in einem größeren Veränderungsprozess, der durch die aktive Mitgestaltung aller Beteiligten vorangetrieben wird.