FDP in Mecklenburg-Vorpommern: Knappe Bestätigung und neue Konflikte!
Am 9.11.2025 bestätigte der FDP-Landesparteitag in Wismar René Domke als Vorsitzenden, trotz innerparteilicher Konflikte und Abwahlantrag.

FDP in Mecklenburg-Vorpommern: Knappe Bestätigung und neue Konflikte!
Ein spannender Landesparteitag der FDP Mecklenburg-Vorpommern fand am vergangenen Wochenende in Wismar statt. Hier wurde René Domke mit 68 Prozent der Stimmen als Landesvorsitzender bestätigt, allerdings fiel das Ergebnis deutlich knapper aus als in den Vorjahren. Dies gibt einen klaren Hinweis auf die wachsende Unzufriedenheit innerhalb der Partei, wie wismar.fm berichtet. Vor dem Parteitag wurde ein Abwahlantrag gegen den Landesvorstand eingebracht, der jedoch keine Mehrheit fand. Die Hintergründe des Antrags bleiben größtenteils undurchsichtig, allerdings ist von parteiinternem Unmut über die strategische Ausrichtung und mangelnde Kommunikation die Rede.
Das Votum zur Bestätigung Domkes bezeichnete er selbst als Vertrauensbeweis und Auftrag zur Weiterarbeit. Dennoch sind die Spannungen innerhalb der FDP nicht zu übersehen. Wie ndr.de berichtet, forderten zahlreiche Delegierte eine Kurskorrektur und einen personellen Neuanfang. Konflikte über Führungsqualitäten und den Umgang mit Fraktionsmitarbeitenden wurden thematisiert, und sogar offene Auseinandersetzungen auf dem Parteitag blieben nicht aus.
Neuausrichtung und Veränderungen im Vorstand
Die personellen Veränderungen im Vorstand sind erheblich. Neben Domke wurden Gero Pickert und Kay Alexander Wenzel als Stellvertreter gewählt, während Christian Bartelt als Generalsekretär und Bernd Lange als neuer Landesschatzmeister fungieren. Ein zentrales Thema des Parteitags war der Antrag der Jungen Liberalen zur Modernisierung der Parteistrukturen, der mit großer Mehrheit angenommen wurde. Damit signalisiert die FDP ihren Willen zur Erneuerung und erkennt den Einfluss ihrer Jugendorganisation an.
Doch die Situation bleibt angespannt. Die FDP-Fraktion ist seit einem Übertritt im Jahr 2024 bereits von ursprünglich fünf auf nur noch vier Abgeordnete geschrumpft, was zur Aberkennung des Fraktionsstatus führte. Wie im Landtag Mecklenburg-Vorpommern nachzulesen, sind inzwischen nur noch drei Abgeordnete aktiv, die sich unter dem Namen „Gruppe der FDP“ formiert haben. Dieser Rückgang spiegelt sich auch in den aktuellen Umfragen wider, die andeuten, dass die Partei möglicherweise die fünf Prozent Hürde nicht mehr überschreiten könnte.
Ausblick und bevorstehende Herausforderungen
Die kommenden Monate werden entscheidend für die Zukunft der FDP in Mecklenburg-Vorpommern, denn die nächste Landesdelegiertenkonferenz steht schon vor der Tür. Diese wird die Landesliste für die Landtagswahl 2026 bestimmen. Domke plant, von seiner Position im Landtag ins Rathaus der Hansestadt zu wechseln, was die interne Dynamik weiter beeinflussen könnte. Vor diesem Hintergrund ist klar: Die FDP steht vor bedeutenden Herausforderungen, die nicht nur ihre Einheit, sondern auch ihre Zukunftsstrategie in der Politik betreffen werden.
Insgesamt zeigt sich, dass die FDP in Mecklenburg-Vorpommern sowohl intern als auch extern am Wendepunkt steht. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Partei auf diesem schmalen Grat zwischen Tradition und Erneuerung bewegen wird.