Junge Stimmen in MV: Mehr Mitsprache und bessere Chancen gefordert!
Am 29.09.2025 diskutieren 30 Jugendliche in MV beim "Jugend im Landtag" über politische Teilhabe und Verbesserungen für junge Menschen.

Junge Stimmen in MV: Mehr Mitsprache und bessere Chancen gefordert!
In Mecklenburg-Vorpommern wurde am 29. September 2025 ein bedeutendes Event veranstaltet, das die Stimme der Jugend in den Vordergrund stellte. Unter dem Titel „Jugend im Landtag“ kamen 30 engagierte Jugendliche zusammen, um ihre Forderungen und Ideen auf politischer Ebene zu präsentieren. Die Diskussion drehte sich um zentrale Themen wie die mentale Gesundheit, den Schutz vor Hass und Extremismus sowie die Möglichkeiten, wie junge Menschen politisch Einfluss nehmen können. Dabei haben die jungen Teilnehmer den Wunsch geäußert, aktiv über die Gestaltung ihrer Zukunft mitzubestimmen. Laut NDR forderten sie mehr Teilhabe an politischen Entscheidungen und eine frühzeitige politische Bildung, beginnend bereits in der Grundschule.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Forderung nach einem kostenlosen Ticket für junge Menschen unter 27 Jahren für den öffentlichen Nahverkehr sowie nach Verbesserungen der Busverbindungen im ländlichen Raum. Neben diesen praktischen Anliegen wünschten sich die Jugendlichen auch mehr Begegnungsstätten wie Jugendclubs, um gemeinsam aktiv werden zu können. Die Forderungen zielten darauf ab, die gehobenen Mittel für politische Bildung um 50 Prozent zu erhöhen und Projekte zur Extremismusprävention zu unterstützen. Damit machen sie deutlich, dass der Bedarf an einer aktiven und hörenden Politik groß ist.
Ein echter Bedarf an Teilhabe
Die Ergebnisse des Teilhabeatlasses zeigen, dass sich viele Jugendliche oft nicht gehört fühlen, obwohl es bestehende Jugendparlamente und -beiräte gibt. Hierbei ist der Zugang oft eingeschränkt, insbesondere für Kinder aus weniger wohlhabenden Verhältnissen. Das bestätigt ein Bericht von MDR. Jugendliche aus ärmeren Haushalten kämpfen häufig damit, geeignete Orte für ihre Freizeitgestaltung zu finden und fühlen sich im öffentlichen Raum oft unerwünscht. Der Stadt-Land-Unterschied in Bezug auf die Teilhabechancen zeigt sich dabei besonders deutlich.
Die Politik muss hier mutiger werden und Jugendliche aktiv in die Gestaltung ihres Umfeldes einbeziehen. Beispielsweise können leerstehende Gebäude in neuen Jugendtreffs umgewandelt werden, um jungen Menschen mehr Möglichkeiten zu bieten. Gerade in ländlichen Regionen ist der Bedarf an niedrigschwelligen Mitgestaltungsmöglichkeiten enorm. Viele junge Menschen haben den Eindruck, dass ihre Ideen und Bedürfnisse nicht ausreichend in die politische Diskussion einfließen.
Bildung als Schlüssel zur Teilhabe
Die kommenden Veranstaltungen zur politischen Bildung und Extremismusprävention, wie die anstehende Diskussion am 4. November, zeigen auf, wie wichtig politische Bildung für die Selbstermächtigung der Jugendlichen ist. Diese Workshops bedienen sich vielfältiger Ansätze und zielen darauf ab, die Schnittstellen zwischen politischer Bildung und Extremismusprävention zu erkunden, stellt bpb fest.
Die Diskussionen werden von Experten geleitet, die sich mit den Herausforderungen des Extremismus in der heutigen Zeit auseinandersetzen. Durch den Austausch sollen Perspektiven entwickelt werden, wie Bildung und Sensibilisierung zu einer stärkeren Zivilgesellschaft beitragen können. Dabei wird klar, wie wichtig es ist, die Anliegen junger Menschen ernst zu nehmen und ihnen die Möglichkeit zu geben, aktiv zu gestalten.
Die Veranstaltung „Jugend im Landtag“ zeigt einmal mehr, dass die Jugendlichen in Mecklenburg-Vorpommern bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und ihre Stimme für mehr Teilhabe und Mitgestaltung zu erheben. Es ist höchste Zeit, dass ihre Forderungen Gehör finden und die Politik entsprechend handelt.