Mecklenburg-Vorpommerns Polizei setzt auf chinesische Drohnen – Kritik!

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Mecklenburg-Vorpommern setzt auf DJI-Drohnen für Polizeieinsätze, stößt jedoch auf Kritik wegen Datenschutzrisiken und möglicher Datenabflüsse.

Mecklenburg-Vorpommern setzt auf DJI-Drohnen für Polizeieinsätze, stößt jedoch auf Kritik wegen Datenschutzrisiken und möglicher Datenabflüsse.
Mecklenburg-Vorpommern setzt auf DJI-Drohnen für Polizeieinsätze, stößt jedoch auf Kritik wegen Datenschutzrisiken und möglicher Datenabflüsse.

Mecklenburg-Vorpommerns Polizei setzt auf chinesische Drohnen – Kritik!

Es gibt neue Entwicklungen rund um den Einsatz von Drohnen bei der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern. Aktuell ist die Polizei im Besitz von über 17 Drohnen des chinesischen Herstellers DJI, wie n-tv berichtet. Diese Luftgeräte kommen vor allem bei Tatortaufnahmen, während Großveranstaltungen und bei Sportereignissen zum Einsatz.

Doch der Einsatz dieser modernen Technologie wird nicht von allen Seiten wohlwollend betrachtet. Constanze Oehlrich, die Vorsitzende der Grünen im Landtag, äußert klare Bedenken. Sie sieht in den DJI-Drohnen ein potentielles Sicherheitsrisiko und warnt vor möglichen Datenabflüssen nach China. Oehlrich fordert einen Verzicht auf die Verwendung solcher Drohnen in sensiblen Bereichen und betont die Notwendigkeit, das Vergaberecht so zu überprüfen, dass Sicherheitsrisiken durch vermeintlich günstige Angebote ausgeschlossen werden.

Datensicherheit im Fokus

DJI selbst gibt jedoch Entwarnung und weist die Vorwürfe zurück. Der Hersteller betont, dass die Nutzer die Kontrolle über ihre Daten haben. Die Drohnen können offline betrieben werden, wodurch eine automatische Datenübertragung ohne Zustimmung des Nutzers ausgeschlossen wird. Zudem wird die Kommunikation zwischen Drohne und Pilot nicht über öffentliche Netzwerke geführt, so das Schweriner Innenministerium.

Interessant ist, dass DJI-Drohnen in der Lage sind, Flugprotokolle zu erstellen, die Informationen wie Flugbahn, Höhe und Kurs protokollieren. Fotos und Videos werden entweder im internen Speicher oder auf einer SD-Karte gespeichert, und in der DJI-App archiviert. Auch hier stellt das Unternehmen klar, dass keine automatischen Übertragungen an Dritte stattfinden. Die Nutzer entscheiden selbst, ob sie ihre Daten weitergeben möchten, was sich besonders bei sensiblen Einsätzen, wie z.B. der Inspektion kritischer Infrastrukturen, als wichtig erweist. Empfehlungen zur Datensicherheit umfassen unter anderem das Halten der Drohnen im Offline-Modus und den Einsatz von lokalen Datenmodi, die Datenübertragungen verhindern.

  • Offline-Betrieb zur Gewährleistung des Datenschutzes
  • Nutzung des lokalen Datenmodus
  • Verwendung von DJI Pilot PE und Flight Hub Enterprise Edition für Geschäftskunden
  • Entwicklung eigener Software mit dem DJI SDK
  • Aktivierung der Government Edition für höchste Datensicherheitsanforderungen

Zusätzlich bietet DJI ein Bug-Bounty-Programm an, um Sicherheitsprobleme zu identifizieren und zu beheben. Um mehr über die Datensicherheitsmaßnahmen und -richtlinien von DJI zu erfahren, steht ein umfassendes Whitepaper zur Verfügung.

Politische Reaktionen

Die Diskussion wird befeuert durch einen Hackerangriff auf die Landespolizei von Mecklenburg-Vorpommern, den Oehlrich für möglicherweise aus China stammend hält. Diese Bedenken tragen zur politischen Debatte über den Einsatz von Drohnen im öffentlichen Sektor bei, insbesondere in sicherheitsrelevanten Bereichen.

Die Zukunft des Drohneneinsatzes bei der Polizei könnte also nicht nur von der Technik, sondern auch von den politischen Rahmenbedingungen abhängen. Es bleibt abzuwarten, ob die Kritik der Grünen im Landtag Folgen haben wird.