Mangel an Ärzten – So bewertet Ludwigslust-Parchim die Gesundheitsversorgung!

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Der Heimatcheck 2025 zeigt die Gesundheitsversorgung in der Mecklenburgischen Seenplatte und vergleicht Seniorenbewertungen.

Der Heimatcheck 2025 zeigt die Gesundheitsversorgung in der Mecklenburgischen Seenplatte und vergleicht Seniorenbewertungen.
Der Heimatcheck 2025 zeigt die Gesundheitsversorgung in der Mecklenburgischen Seenplatte und vergleicht Seniorenbewertungen.

Mangel an Ärzten – So bewertet Ludwigslust-Parchim die Gesundheitsversorgung!

Die Gesundheitsversorgung im Landkreis Ludwigslust-Parchim hat im aktuellen Nordkurier-Heimatcheck 2025 eine mittlere Bewertung erhalten. Mit 4,58 Punkten auf einer Skala von 1 (sehr schlecht) bis 10 (sehr gut) schneiden die Teilnehmer der Umfrage die medizinische Versorgung als durchschnittlich ein. Vor allem Senioren im Landkreis bewerten ihre Gesundheitsversorgung mit 5,55 Punkten und zeigen damit leichte Zufriedenheit, was in Anbetracht der Herausforderungen in ländlichen Gebieten einen positiven Aspekt darstellt. Der Landkreis liegt damit gleichauf mit der Mecklenburgischen Seenplatte, während die Nachbarschaft Nordwestmecklenburg mit 5,33 Punkten hier etwas besser abschneidet. Senioren in Nordwestmecklenburg bewerten ihre Situation sogar mit 5,87 Punkten, was ein deutliches Signal sendet: Es gibt Handlungsbedarf!

Insgesamt haben 16.664 Personen an diesem Heimatcheck teilgenommen, und die Ergebnisse aus 15 Kategorien geben einen erhellenden Einblick in die regionalen Gegebenheiten. In diesen Kategorien wurde die Verfügbarkeit von Arztpraxen, Kliniken und Gesundheitsdienstleistungen untersucht. Teilnehmer ohne unmittelbaren Zugang zu einem Krankenhaus fühlen sich oft weniger gut versorgt. In der Befragung wurde auch ganz klar wahrgenommen, dass es in ländlichen Regionen eine gefühlte Unterversorgung mit Haus- und Fachärzten gibt. Die Kassenärztliche Vereinigung sieht zwar in Teilen des Landkreises eine gute Versorgung, jedoch wurden zukünftige Versorgungsprobleme identifiziert. Besonders hervorzuheben ist, dass in den kommenden zehn Jahren viele Ärzte in den Ruhestand gehen werden, was die Situation weiter verschärfen könnte.

Seniorenversorgung und Mobilitätsprobleme

Die Herausforderungen für die ältere Bevölkerung in ländlichen Gebieten sind nicht zu unterschätzen. Senioreneinrichtungen fehlen häufig und dies führt zu Mobilitätsproblemen. Senioren in städtischen Gebieten sind mit Freizeit- und Betreuungsangeboten zufriedener, was sich in den Bewertungen von Parchim (5,82), Ludwigslust (6,68) und Hagenow (5,88) widerspiegelt. Einige Dörfer, wie Dabel mit 6,81 Punkten und Wittenförden sogar mit 7,64 Punkten, bieten jedoch herausragende Angebote für ihre älteren Bürger. Hier spielen Eigeninitiativen der Senioren eine wichtige Rolle, gerade wenn es darum geht, Angebote zu schaffen, die den Bedürfnissen gerecht werden.

Ein bedeutendes Problem in ländlichen Regionen, wie sie auch in Mecklenburg-Vorpommern zu finden sind, ist die geringe Anzahl an Fachärzten. Kinderärzte sind oft gar nicht existent, da die niedrige Kinderzahl in den Dörfern eine wirtschaftliche Versorgung unmöglich macht. Dies führt dazu, dass viele Kinder, die in großer Entfernung zu einem Kinderarzt leben, seltener eine medizinische Versorgung in Anspruch nehmen und häufig auf den Hausarzt zurückgreifen. Dies betrifft speziell die 10.500 Kinder und Jugendlichen, die in Mecklenburg-Vorpommern mehr als 20 Kilometer vom nächsten Kinderarzt entfernt wohnen, so die Prognosen der Betrachtungen der Bundeszentrale für politische Bildung.

Fazit und Ausblick

Auch wenn die medizinische Voraussetzung im Landkreis Ludwigslust-Parchim noch als akzeptabel angesehen wird, geht es in der Zukunft darum, die Bedürfnisse insbesondere der älteren und jüngeren Bevölkerung besser zu decken. Innovative Modelle, wie telemedizinische Angebote oder mobile Gesundheitsdienstleister, sind vielversprechende Ansätze, die in der Daseinsvorsorge stärker integriert werden sollten. Nur so kann die Gesundheitsversorgung auf dem Land nachhaltig gesichert werden und darauf geachtet werden, dass auch die ältere Generation weiterhin gut versorgt ist, ohne lange Wege auf sich nehmen zu müssen.

Weitere Informationen und Neuigkeiten erhalten Sie unter LUP Regio und bei bpb.de.