Merz' Antrittsbesuch in Schwerin: Wirtschaft und Zusammenarbeit im Fokus!
Bundeskanzler Merz besucht am 4.11.2025 Schwerin; Fokus auf Wirtschaft, Arbeitsplätze und Unterstützung für Mecklenburg-Vorpommern.

Merz' Antrittsbesuch in Schwerin: Wirtschaft und Zusammenarbeit im Fokus!
Am 4. November 2025 steht Mecklenburg-Vorpommern im Zeichen eines besonderen Besuchs: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kommt zum Antrittsbesuch in das Bundesland. Er ist der dritte Kanzler, der die ostdeutsche Region nach Brandenburg und Sachsen besucht. Im Fokus seines Aufenthalts stehen die Themen Wirtschaft und Arbeitsplätze, ein höchst aktuelles Anliegen nach den Herausforderungen, mit denen die Region konfrontiert ist.
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) macht deutlich, wie wichtig eine enge Zusammenarbeit zwischen Bund und Land ist. Sie hebt hervor, dass zusätzliche Unterstützung vom Bund gerade für die die wirtschaftlich bedeutenden Häfen im Norden sowie für günstigere Strompreise dringend benötigt wird. Im Rahmen seines Besuchs wird Merz an einer Kabinettssitzung teilnehmen und anschließend das Medizintechnikunternehmen Ypsomed in Schwerin besichtigen, das eine Werkserweiterung plant. Hierbei gibt es verschiedene Erwartungen an den Kanzler, je nach politischer Ausrichtung.
Verschiedene Erwartungen am Antrittsbesuch
Die unterschiedlichen Positionen der politischen Akteure in Mecklenburg-Vorpommern sind deutlich: Während der DGB Nord den Fokus auf die EU-Förderung und den Erhalt des Sozialstaats legt, fordert die CDU ein umfassendes Entlastungsprogramm für kleine und mittlere Unternehmen sowie einen Abbau von Bürokratie. Auf der anderen Seite plädieren die Grünen für mehr finanzielle Unterstützung der Kommunen, um deren Vertrauen in die Politik zu stärken. In der politischen Diskussion übt auch die AfD Kritik: Ihr Fraktionschef Nikolaus Kramer äußert sich skeptisch über die Problemlösungsfähigkeiten Merz’.
Angesichts der bevorstehenden Landtagswahl am 20. September 2026 fordern die unterschiedlichen Parteien auf eigenen Reformen zu bestehen und nicht alleine auf die Mittel der Bundesregierung zu warten. Daniel Peters, der CDU-Landeschef, warnt Schwesig vor überzogenen Erwartungen an den Bund, und fordert stattdessen Maßnahmen zur Stärkung der regionalen Wirtschaft.
Der Kanzler im Fokus
Der Besuch von Merz wird von vielen als Möglichkeit gedeutet, um konkrete Fortschritte für Mecklenburg-Vorpommern zu erzielen. Der DGB Nord mahnt an, die Bedeutung der EU-Förderung für wirtschaftlich schwache Regionen nicht zu unterschätzen. Ein Punkt, den auch Ministerpräsidentin Schwesig unterstützt, die für die Beibehaltung des aktuellen Fördersystems plädiert.
Das Treffen zwischen Merz und der Landesregierung wird auch von einem gewissen Unmut innerhalb der CDU begleitet. Die Initiative CompassMitte äußert Bedenken gegenüber dem Kanzler und seiner Agenda. Die Situation könnte von entscheidender Bedeutung für die Zukunft der CDU im Land sein, vor allem in einer Zeit, in der die Partei um ihre Wählerschaft kämpft.
Beim Blick auf die kommenden Tage besucht Merz zudem die Hanse-Kaserne und hat bereits ein Frühstück mit CDU-Landeschef Peters eingeplant, bevor die offiziellen Termine beginnen. Auch im Zusammenhang mit dieser Reise wird die CDU-Landtagsfraktion am Dienstagabend ihr 35-jähriges Bestehen feiern; jedoch wird Merz nicht als Ehrengast anwesend sein.
Insgesamt verspricht Merz’ Antrittsbesuch in Mecklenburg-Vorpommern, ein spannendes Kapitel in der politischen Landschaft des Landes zu werden. Doch ob seine Maßnahmen den Vorstellungen und Anforderungen der Politik und Bevölkerung gerecht werden, bleibt abzuwarten.