Neues Linolschnitt-Kunstwerk: Denkmal für Ueckermündes Stadthafen

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Jens Isemann aus Ueckermünde schafft mit seinen Linolschnitten ein Denkmal für den Stadthafen – eine liebevolle Hommage an seine Heimat.

Jens Isemann aus Ueckermünde schafft mit seinen Linolschnitten ein Denkmal für den Stadthafen – eine liebevolle Hommage an seine Heimat.
Jens Isemann aus Ueckermünde schafft mit seinen Linolschnitten ein Denkmal für den Stadthafen – eine liebevolle Hommage an seine Heimat.

Neues Linolschnitt-Kunstwerk: Denkmal für Ueckermündes Stadthafen

In den charmanten Gassen Ueckermündes tut sich etwas Spannendes: Der Linolschnitt-Künstler Jens Isemann hat in seiner Werkstatt wieder etwas Einzigartiges geschaffen. Der gebürtige Ueckermünder, der in der malerischen Kleinstadt aufwuchs und hier die Schule in der Altstadt besuchte, hat über 250 Linolschnitte in verschiedenen Formaten angefertigt. Sein neuester Druck zieht besonders die Herzen der Ueckermünder an und trägt eine ganz besondere Bedeutung für ihn.

Der neue Druck hat die Größe eines DIN A5-Blattes und ist das Ergebnis eines aufwendigen Mehrplattendrucks. Isemann arbeitete zwischen 15 und 18 Stunden an diesem Kunstwerk, bei dem er mit Lupe und feinen Sticheln akribisch an den Details feilte. Inspiriert von einem historischen Foto, wählte er die Farben Schwarz, Weiß und Blau, um das Wasser, den Himmel und die feinen Details hervorzuheben. „Es soll ein kleines Denkmal für den Stadthafen sein“, so Isemann. Sein Vater wuchs direkt am Strand im Kanalweg auf, wo Wasser, Boote und Schifffahrt Teil des Alltags waren – eine Romantik, die Isemann tief im Herzen trägt, trotz der Tatsache, dass er die 1960er-Jahre nicht selbst erlebt hat.

Die Kunst des Linolschnitts

Der Linolschnitt, eine grafische Technik und Hochdruckverfahren, hat eine lange Geschichte. Er wird auf einer Druckplatte aus Linoleum ausgeführt, das sich durch seine Elastizität und einfache Bearbeitbarkeit auszeichnet. Dieses Material ist preiswerter und leichter als Holz, was es vielen Künstlern erlaubt, kreativ zu sein. Der Linolschnitt hat seinen Ursprung im 19. Jahrhundert, als Sir Frederick Walton 1863 das Patent anmeldete. Seitdem haben zahlreiche Künstler, darunter die Hochkaräter Henri Matisse, Pablo Picasso und Expressionisten wie Gabriele Münter, diese Technik genutzt, um ihre Kunstwerke zum Leben zu erwecken.

Die Arbeitsweise eines Linolschnitt-Künstlers umfasst mehrere Schritte: Zuerst wird das Design entworfen und auf die Linoleumplatte übertragen. Danach folgt das Schneiden der nicht zu druckenden Teile, bevor der Farbauftrag und der Druck erfolgen. Isemann hat in seinem neuesten Werk die mehrfarbige Drucktechnik gewählt, die ihm besonders am Herzen liegt und die eine technische Herausforderung darstellt.

Ein Druck für alle

Interessant ist, dass die Auflage seines neuen Drucks nicht limitiert ist; es kann jederzeit nachgedruckt werden. Damit sollen sowohl die Bewohner als auch Besucher Ueckermündes die Möglichkeit haben, ein Stück dieser lebendigen Geschichte in Form von Kunst zu erwerben. Isemanns Werke und der gesamte Entstehungsprozess sind auf seinem Instagram-Account @all_night_studios zu verfolgen, wo er Einblicke in seine kreative Welt bietet.

Zusammenfassend kann man festhalten, dass Jens Isemann mit seinem neuesten Linolschnitt nicht nur ein Denkmal für den Stadthafen schafft, sondern auch die Tradition der Druckgrafik in Ueckermünde lebendig hält. Ein Blick in seine Werkstatt und zu seinen Arbeiten lohnt sich in jedem Fall!