Wer tritt 2026 in Nordwestmecklenburg für den Landtag an?
Am 11.11.2025 präsentieren Parteien ihre Direktkandidaten zur Landtagswahl 2026 in Nordwestmecklenburg. Informieren Sie sich über die Bewerber!

Wer tritt 2026 in Nordwestmecklenburg für den Landtag an?
Die Vorbereitungen für die Landtagswahl 2026 in Mecklenburg-Vorpommern sind in vollem Gange. Besonders im Wahlkreis Nordwestmecklenburg sind die Parteien fleißig und haben bereits ihre Direktkandidaten nominiert. Die Kandidaten der CDU, SPD und AfD stehen nun fest und sind bereit, sich dem Wählerwillen zu stellen.
Kandidaten im Detail
Im umkämpften Wahlkreis 10, der die Hansestadt Wismar umfasst, tritt die SPD mit Tilo Gundlack an. Dieser ist seit 2011 im Landtag aktiv und kann auf einen breiten Erfahrungshorizont zurückblicken. Seine Herausforderin von der CDU, Sabine Enseleit, ist ebenfalls kein unbeschriebenes Blatt: Sie wechselte von der FDP zur CDU und sitzt bereits im Landtag. Und nicht zu vergessen, auch die AfD hat mit Manuela Medrow eine Kandidatin gefunden, die am 8. November nominiert wurde und nun ihre Chance nutzen will, die Wähler zu überzeugen.
Im Wahlkreis 27, der Grevesmühlen und Umgebung abdeckt, setzt die SPD auf Birgit Hesse, die als aktuelle Landtagspräsidentin bereits 38,3% der Erststimmen bei der letzten Wahl einfahren konnte. Die CDU wird durch Thomas Grote vertreten, der bereits über 20 Jahre im Kreistag aktiv ist und als Kreistagspräsident fungiert. Auch die AfD ist vertreten: Jannik Schreiber kämpft um die Stimmen der Wähler und hat sich in einem internen Auswahlverfahren gegen zwei Bewerber durchgesetzt.
Im Wahlkreis 28, der die Insel Poel und deren Umgebung umfasst, wird die AfD von Paul Timm angeführt, der als Fraktionsvorsitzender im Kreistag aufmerksam macht. Die CDU hat Dr. Anne Ringlepp nominiert, die als Bürgermeisterin von Klein Trebbow bekannt ist. Auch die SPD hat mit Jens Strohschein einen erfahrenen Kandidaten aufgestellt, der schon über 25 Jahre in der Gemeindevertretung tätig ist.
Frauen in der Politik
Bei der aktuellen Kandidatenauswahl fällt auf, dass sowohl die SPD als auch die CDU mehr männliche als weibliche Kandidaten ins Rennen schicken. Die SPD bringt 14 Frauen unter 36 Kandidaten auf die Liste, was einem Frauenanteil von 38,9% entspricht, während die CDU mit 33,3% (12 von 36) weniger ausbalanciert ist. Sechs Abgeordnete der SPD verweilen nicht mehr im Rennen, während auch die CDU sich von zwei erfahrenen Politikerinnen, Beate Schlupp und Christiane Berg, trennt.
Bei den Altersgruppen führt der älteste SPD-Kandidat, Till Backhaus, das Feld an mit seinen 67 Jahren, während der 72-jährige Harry Glawe bei der CDU den Altersrekord hält. Die jüngsten Kandidaten sind Michel-Friedrich Schiefler von der SPD (30 Jahre) und Karoline Herrmann von der CDU (35 Jahre).
Politische Stimmung und Wahlprognosen
Die politische Stimmung im Land wird durch verschiedene Umfragen widergespiegelt, die jedoch mit einer gewissen Vorsicht betrachtet werden sollten. Der statistische Fehler liegt zwischen 1 und 3 Prozentpunkten, was bedeutet, dass die tatsächlichen Wahlergebnisse von den Umfragen abweichen können. Die SPD konnte bei der letzten Landtagswahl am 26. September 2021 in bemerkenswerter Weise 34 von 36 Wahlkreisen gewinnen.
Agrarminister Till Backhaus erzielte damals beeindruckende 51,5% der Stimmen in Ludwigslust-Parchim, während dann Heiko Miraß mit 27,8% in Rügen das enttäuschendste Ergebnis einfuhr. Geplant ist, dass die beiden Hauptparteien im nächsten Jahr ihre Spitzenkandidaten bekanntgeben, bevor es dann ernst wird.
Die Wahlen rücken näher und die politischen Akteure in Mecklenburg-Vorpommern sind gefordert. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Wähler entscheiden werden. Die Spannung steigt und bis zur Wahl im September 2026 wird sicherlich noch viel Wasser den Fluss herunterfließen.
Für weitere Informationen zu den Kandidaten und dem Wahlprozess können Sie die Details aus dem Nordkurier, dem NDR und Dawum nachlesen.