Preis-Schock in MV: Schnitzel für über 24 Euro – Minister schlägt Alarm!
Mecklenburg-Vorpommern kämpft mit hohen Gastronomiepreisen und sinkender Gästezufriedenheit. Minister warnt vor Konkurrenz anderer Regionen.

Preis-Schock in MV: Schnitzel für über 24 Euro – Minister schlägt Alarm!
In Mecklenburg-Vorpommern sorgt das Preis-Leistungs-Verhältnis in der Gastronomie für Aufruhr. Aktuelle Berichte zeigen, dass die Preise für einfache Gerichte wie Schweineschnitzel in Restaurants der Küstenregion hoch angesiedelt sind. Während ein Schnitzel in Binz stolze 24,50 Euro kostet, werden in Heringsdorf 24,10 Euro und in Kühlungsborn 24,20 Euro fällig. Ein Preisvergleich zeigt, dass Gäste in Berchtesgaden nur 19,50 Euro und in Niendorf/Ostsee 21,50 Euro für ein solches Gericht auf den Tisch legen müssen. Der Tourismusminister Wolfgang Blank äußert scharfe Kritik und stellt die Frage, ob die Preise in MV mit der Qualität der gastronomischen Angebote noch im Einklang stehen. Wie die Ostsee-Zeitung berichtet, sinkt die Gästezufriedenheit in MV im Vergleich zum Vorjahr.
Doch die Probleme gehen über hohe Preise hinaus: Blank weist auch auf den Personalmangel und explodierende Kosten in der Gastronomie hin. Der Netto-Preis für ein Urlauberzimmer lag 2024 im Durchschnitt bei 140 Euro, was 27 Prozent über dem Niveau vor der Corona-Pandemie liegt und 22,20 Euro über dem bundesweiten Schnitt. Auch die Preise für Getränke und andere Speisen steigen: In MV kostet ein halber Liter Pils etwa 4,87 Euro, während in Sachsen nur 4,57 Euro fällig sind. Eine Pizza Margherita schlägt mit 11,11 Euro zu Buche, was einen Anstieg von 12,7 Prozent im Vergleich zu 2023 darstellt. Die Ergebnisse des Tourismusbarometers verdeutlichen die Notlage: MV verzeichnet die stärksten Umsatzrückgänge im Gastgewerbe unter den neuen Bundesländern, während die andere Regionen wie Bayern stabilere wirtschaftliche Bedingungen haben.
Tourismus im Umbruch
Doch die Reiselust bleibt ungebrochen: Laut den neuesten Zahlen der Statistikportal zeigen die Reiseverhalten von 2024, dass sich die Nachfrage im In- und Ausland erholt. In den ostdeutschen Bundesländern wurden insgesamt 85,7 Millionen Übernachtungen gezählt – das ist der zweithöchste Wert aller Zeiten. Dennoch bleibt das Preis-Leistungs-Verhältnis in MV mit 70,3 Punkten hinter dem bundesweiten Durchschnitt zurück.
Die Themen Qualität, Umweltfreundlichkeit und Infrastruktur stehen 2025 besonders im Fokus. Laut dem Tourismusbarometer stieg die Gästezufriedenheit insgesamt auf 87,6 Punkte, was eine kleine Verbesserung zum Vorjahr darstellt. Dennoch sorgen die hohen Preise, verbunden mit stark gestiegenen Kosten für Rindfleisch – hier gab es einen Anstieg von satten 50 Prozent – für zusätzliche Skepsis unter den Urlaubern. Lars Schwarz, Landeschef des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes, erklärt, dass die kritischen wirtschaftlichen Bedingungen auch durch gesetzliche Maßnahmen wie Mindestlohnerhöhungen verstärkt werden.
Insgesamt bleibt festzuhalten, dass Mecklenburg-Vorpommern sich im Tourismus weiterentwickeln muss, um den Erwartungen der Gäste gerecht zu werden. Die ersten Zeichen der Erholung sind sichtbar, aber es ist klar, dass noch viel zu tun ist. Ein gutes Händchen in Preis und Qualität wird entscheidend sein, um die Region als attraktives Ziel weiterhin hoch im Kurs zu halten.