Eno Energy pleite: Windkraft-Pionier kämpft um seine Zukunft!
Eno Energy aus Rostock ist insolvent, betroffen sind 288 Beschäftigte. Gründe: hohe Ausgaben und Lieferengpässe.

Eno Energy pleite: Windkraft-Pionier kämpft um seine Zukunft!
In der Windkraftbranche gibt es einen herben Rückschlag: Die Eno Energy GmbH aus Rostock hat Insolvenz angemeldet. Rund 288 Beschäftigte sind von dieser Entscheidung betroffen. Das Amtsgericht Rostock stellte am 7. Oktober 2025 die Insolvenz fest, und der erfahrene Rechtsanwalt Christoph Morgen wurde als vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt. Eno Energy, die sich auf die Entwicklung und den Bau von Windparks spezialisiert hat, verkauft ihre Anlagen an Investoren und kümmert sich auch um deren Wartung. Das Unternehmen hat durch seine Projekte beeindruckende 3,3 Millionen Tonnen CO₂ eingespart berichtet Merkur.
Die Gründe für die Insolvenz sind durchaus brisant. Das Unternehmen nennt drei wesentliche Aspekte, die zu der Situation führten: Zunächst belasteten hohe Ausgaben durch eine Vielzahl an genehmigten Windparkprojekten das Budget. Zudem sorgt ein überangebot an Windparkprojekten auf dem Markt dafür, dass die Nachfrage gesunken ist. Ein weiterer schwerwiegender Grund ist die plötzliche Kündigung eines Liefervertrags für Rotorblätter, die für die Zertifizierung der Anlagen zwingend erforderlich sind. Diese Lieferschwierigkeiten haben zu massiven finanziellen Engpässen geführt, wodurch die Produktion stark beeinträchtigt wurde so die Informationen von erneuerbareenergien.de.
Perspektiven für Eno Energy
Trotz der derzeitigen Herausforderungen zeigt sich Eno Energy optimistisch, dass der Betrieb zumindest teilweise, besonders im Servicebereich, weitergeführt werden kann. Verkaufschef Patrick Rudolf informierte bereits Anfang Oktober über die anhaltenden Bemühungen, mögliche Investoren zu gewinnen. Das Hauptinteresse liegt dabei zunächst auf dem Projektgeschäft, um bestehende Projekte mit einer Kapazität von einem Gigawatt zu realisieren und eine vorgesehene Pilotanlage mit sieben Megawatt ans Netz zu bringen, auch wenn dies möglicherweise nicht mehr wie geplant bis Ende 2025 geschehen kann berichtet erneuerbareenergien.de.
Die Windkraft-Branche bleibt ein umkämpfter Markt, und es wird sich zeigen, ob Eno Energy die erforderlichen Schritte unternehmen kann, um aus dieser misslichen Lage herauszukommen. Die aktuelle Marktsituation und die sinkende Nachfrage könnten jedoch weitere Schwierigkeiten mit sich bringen. Es bleibt zu hoffen, dass bald Lösungen gefunden werden, um die Innovationskraft und das Engagement für erneuerbare Energien, für die Eno Energy lange bekannt war, zu erhalten. Hoffnung gibt es immer noch, dass das Unternehmen seinen Platz im Markt zurückerobern kann und im Hohen Norden eine neue Welle der Windkraft entfaltet.
Der Fall von Eno Energy ist ein weiteres Beispiel dafür, wie dynamisch und herausfordernd die Energiewende ist – eine Entwicklung, die mehr denn je im Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit steht. In den kommenden Wochen wird es entscheidend sein, wie das Unternehmen die Gespräche mit möglichen Investoren vorantreibt und welche Strategien es formuliert, um seine Zukunft zu sichern.