Skandal in Rostock: Physiotherapeut gesteht massiven sexuellen Missbrauch!
Urteil am 12. November 2025 gegen Physiotherapeuten in Rostock wegen sexualisierter Gewalt gegen 17 Frauen erwartet.

Skandal in Rostock: Physiotherapeut gesteht massiven sexuellen Missbrauch!
Am 4. November 2025 wird das Urteil gegen einen 45-jährigen ehemaligen Physiotherapeuten am Landgericht Rostock erwartet. Der Mann gestand bereits zu Beginn des Prozesses im September dieses Jahres, dass er über einen Zeitraum von fünf Jahren, von März 2020 bis März 2025, sexuelle Übergriffe auf 17 Frauen verübt hat. Die Frauen, im Alter von 15 bis 83 Jahren, litten unter Vergewaltigungen und sexuellen Belästigungen in seiner Praxis in Elmenhorst-Lichtenhagen.
Die Staatsanwaltschaft fordert eine Haftstrafe von viereinhalb Jahren, während die Verteidigung eine mildere Strafe zwischen dreieinhalb und vier Jahren anstrebt. Zwischen den Anklagepunkten finden sich fünf Fälle von Vergewaltigung und elf Fälle von sexuellen Übergriffen. Zudem wurden zwei sexuelle Belästigungen dokumentiert. Ein besonders erschütternder Fall ist der einer 19-jährigen Frau, die im Dezember 2024 zur Zielscheibe wurde.
Schmerzensgeld und Verantwortung
Im Rahmen eines Täter-Opfer-Ausgleichs zahlte der Angeklagte insgesamt 115.000 Euro an die betroffenen Frauen. Es wurde auch bekannt, dass eine der ersten Strafanzeigen von einer Polizistin erstattet wurde, die selbst zu den Opfern zählt. Nach der Einleitung der Ermittlungen und einem Durchsuchungsbefehl wurde die Praxis des Angeklagten geschlossen.
Während des Prozesses wurden Videos der polizeilichen Vernehmungen abgespielt, in denen die Frauen von den unangemessenen Berührungen während ihrer Behandlungen berichteten. Der Angeklagte gab an, unter persönlichen Problemen, Alkohol- und Pornokonsum gelitten zu haben, was zu seiner Überlastung beigetragen habe.
Vorstrafen und Konsequenzen
Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass der Angeklagte bereits eine Vorstrafe wegen sexueller Belästigung im Jahr 2019 hatte. Bei der Festlegung der Gesamtstrafe soll auch der Missbrauch in geschützten Räumen berücksichtigt werden. Das Gericht könnte Einzelstrafen zwischen drei Monaten für sexuelle Belästigung bis zu 27 Monaten für Vergewaltigungen verhängen. Zudem wird empfohlen, dass der Angeklagte in den ersten fünf Jahren nach seiner Haftentlassung nicht in sensiblen Bereichen arbeiten darf.
Die bevorstehende Entscheidung des Gerichts wird mit Spannung erwartet, da sie nicht nur das Schicksal des Angeklagten, sondern vor allem das der betroffenen Frauen direkt betrifft. n-tv berichtet, dass das Urteil um 12:00 Uhr verkündet werden soll.
In einer Gesellschaft, in der das Bewusstsein für sexuelle Übergriffe stetig wächst, steht dieser Prozess wie ein Mahnmal für die Notwendigkeit, Opfer ernst zu nehmen und Täter zur Verantwortung zu ziehen. Die Schwere der Taten und die Auswirkungen auf die betroffenen Frauen müssen im Endurteil klar reflektiert werden, um ein starkes Zeichen zu setzen.
Für mehr Informationen über diese schockierende Angelegenheit, in der so viele Leben betroffen sind, verweisen wir auf die detaillierte Analyse von Nordkurier.