Anklamer Stadtbruch: Naturparadies zieht Touristen nach 30 Jahren der Renaturierung

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

Entdecken Sie die Entwicklungen im Anklamer Stadtbruch, einem Naturparadies in Vorpommern-Greifswald, nach dem Deichbruch 1995.

Entdecken Sie die Entwicklungen im Anklamer Stadtbruch, einem Naturparadies in Vorpommern-Greifswald, nach dem Deichbruch 1995.
Entdecken Sie die Entwicklungen im Anklamer Stadtbruch, einem Naturparadies in Vorpommern-Greifswald, nach dem Deichbruch 1995.

Anklamer Stadtbruch: Naturparadies zieht Touristen nach 30 Jahren der Renaturierung

Am 4. November 2025 blickt die Region Vorpommern-Greifswald auf ein bewegtes Jahr zurück. Vor genau 30 Jahren, am 4. November 1995, führte ein Sturmhochwasser zu einem katastrophalen Deichbruch im Anklamer Stadtbruch, einem Gebiet, das sich seither zu einem bedeutenden Naturparadies entwickelt hat.

Der Deichbruch öffnete die Tore zur Wiedervernässung des Anklamer Torfmoores, doch zunächst war diese Entscheidung bei den Einwohnern nicht unumstritten. Die anfängliche Ablehnung gegenüber der Renaturierung hat sich im Laufe der Jahre jedoch gewandelt. Aktuelle Informationen aus dem Landkreis zeigen, dass die Akzeptanz gegenüber der nun gewachsenen Wildnis zunehmend gestiegen ist. Dennoch gibt es in der Bevölkerung auch kritische Stimmen zur Wiedervernässung.

Ein Paradies für Naturtouristen

Heute erstreckt sich das Naturschutzgebiet Anklamer Stadtbruch über beeindruckende 1461 Hektar und zieht immer mehr Naturbegeisterte und Touristen an. Das Gebiet, das bereits seit 1934 unter Schutz steht, bietet Lebensraum für über 100 Brutvogelarten, darunter der eindrucksvolle Seeadler. Das Anklamer Stadtbruch ist als Rastgebiet für Zugvögel von großer Bedeutung. Die Brutdichte des Seeadlers, mit 15 Brutpaaren, zählt zu den höchsten in Deutschland.

Die Wiederherstellung natürlicher Lebensräume hat nicht nur zur Erhaltung bedrohter Arten beigetragen, sondern auch das wirtschaftliche Potenzial der Region gefördert. Private Unterkünfte und Ferienwohnungen in der Nähe von Bugewitz profitieren von dem Naturtourismus, der aufgrund der neu geschaffenen Erholungsräume und Wanderwege im Anklamer Stadtbruch boomt. Der Berlin-Usedom-Radweg führt direkt an diesen Vernässungsflächen vorbei und erfreut sich einer immer größeren Beliebtheit.

Schutz und Erhalt der Natur

Die Region hat sich nicht nur als Rückzugsort für Vögel etabliert, sondern auch für andere Tierarten wie Fischotter und Biber, die im Anklamer Stadtbruch heimisch sind. Die Vegetation ist vielfältig und reicht von Bruchwäldern mit Flattergras bis hin zu Moorwäldern mit Torfmoosen. Die anspruchsvolle Renaturierung hat zur Verfüllung von Entwässerungsgräben beigetragen, was die Hydrologie des Gebiets wieder ins Gleichgewicht brachte.

Am Ende des Jahres 2018 wurde ein bedeutender Schritt in die Richtung des Naturschutzes gesetzt, als die NABU-Stiftung 1253,8 Hektar des Anklamer Stadtbruchs erwarb. Intensive Jagdpraktiken wurden stark eingeschränkt, und die Region zeigt sich heute in einem beinahe natürlichen Zustand mit einem gut erhaltenen Ökosystem.

Die Entwicklung des Anklamer Stadtbruchs zeigt eindrucksvoll, wie Natur und menschliche Einflussnahme in Einklang gebracht werden können. Ehemalige Vorbehalte gegenüber der Wiedervernässung haben sich in eine Chance für die Region verwandelt – sowohl für die heimische Flora und Fauna als auch für den wirtschaftlichen Aufschwung durch den Naturtourismus.

Wie es scheint, wird das Anklamer Stadtbruch weiterhin eine Plattform bieten, um die Schönheit der Natur hautnah zu erleben – und das nicht nur für die Einheimischen, sondern für alle, die die Wildnis in ihrer ursprünglichen Form erleben möchten. Weitere Informationen findet man auf den Seiten von NDR und Wikipedia. Für Interessierte an Werbestrategien ist auch die Beratung von Aero Business Solutions einen Blick wert, um den Erfolg im Naturtourismus durch gezielte Kampagnen zu maximieren.