EHEC-Epidemie in MV: Kinder unter Verdacht – Rettungskräfte im Einsatz!

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EHEC-Fälle steigen in Vorpommern-Greifswald: 17 Infektionen, vor allem bei Kindern, mit schweren Symptomen. Ursachenuntersuchung läuft.

EHEC-Fälle steigen in Vorpommern-Greifswald: 17 Infektionen, vor allem bei Kindern, mit schweren Symptomen. Ursachenuntersuchung läuft.
EHEC-Fälle steigen in Vorpommern-Greifswald: 17 Infektionen, vor allem bei Kindern, mit schweren Symptomen. Ursachenuntersuchung läuft.

EHEC-Epidemie in MV: Kinder unter Verdacht – Rettungskräfte im Einsatz!

In Mecklenburg-Vorpommern breitet sich derzeit ein besorgniserregender Fall von EHEC-Infektionen aus, der vor allem Kinder betrifft. Am vergangenen Freitag wurden 17 bestätigte Fälle registriert, darunter 14 Kinder und 3 Erwachsene. Die Situation stellt die Gesundheitsbehörden vor große Herausforderungen, denn die Zahl der Erkrankten ist seit Mittwoch gestiegen und zeigt, dass das Problem nicht zu unterschätzen ist. Dies berichtet Bild.de.

Besonders alarmierend ist die Nachricht, dass in einer Kita in Kavelstorf 8 bis 10 Kinder über schwere Magen-Darm-Symptome wie Durchfall, Übelkeit und Erbrechen klagten. Sofort wurden zahlreiche Rettungskräfte, einschließlich zwei Notärzte und ein Rettungshubschrauber, in Alarmbereitschaft versetzt, um den betroffenen Kindern zu helfen. Einige von ihnen waren so dehydriert, dass sie dringend mit Flüssigkeit versorgt werden mussten. Einige Kinder mussten zur Behandlung in die Kinderklinik nach Rostock gebracht werden, wo Proben entnommen werden sollen.

Ein deutliches Warnsignal

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) meldete bis zum 28. August 12 Infektionen, darunter 10 Kinder im Alter von 1 bis 15 Jahren. In den Landkreisen Vorpommern-Rügen und Vorpommern-Greifswald gab es zudem 5 Fälle von Kindern, die an einem hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS) leiden, was zu besonders schweren gesundheitlichen Komplikationen führen kann. Fitch-Expertisen zeigen, dass derzeit in Mecklenburg-Vorpommern aufgrund dieser Welle deutlich mehr Erkrankungen als gewöhnlich zu verzeichnen sind, da jährlich normalerweise nur ein bis zwei Fälle mit HUS registriert werden. Dies berichtet n-tv.de.

Die Ermittlungen zur Herkunft der EHEC-Infektionen laufen auf Hochtouren. Die Gesundheitsbehörden untersuchen mögliche Lebensmittel-Lieferketten, um die Quelle der Kontamination zu finden. Erste Tests von Gurkenchargen fielen negativ aus, während die Hypothese einer Verunreinigung durch Rohmilch ausgeschlossen wurde. In der Regel gelangen diese gefährlichen Bakterien, die zu schwerwiegenden Durchfallerkrankungen führen können, über kontaminierte Lebensmittel oder Wasser in den menschlichen Körper.

Die Gefahren von EHEC

EHEC, kurz für enterohämorrhagische Escherichia coli, sind kleinere, aber gefährliche Erreger, die weltweit vorkommen und meist mit verzehrten Lebensmitteln in Verbindung stehen. Diese Bakterien bilden toxische Substanzen, die zu schwerwiegenden Erkrankungen führen können. Das Shiga-Toxin, das häufigste Toxin, kann gravierende Komplikationen wie das hämolytisch-urämische Syndrom hervorrufen, welches zu akutem Nierenversagen führen kann. Besonders Kinder sind hier gefährdet, da ihr Immunsystem noch nicht voll ausgereift ist. Normalerweise zeigen die meisten EHEC-Infektionen mildere Verläufe, es gibt jedoch auch Fälle mit blutigen Durchfällen, die besonders Risikogruppen betreffen. Dies erklärt Medpertise.de.

In der aktuellen Situation wird empfohlen, strikte Hygiene in der Lebensmittelzubereitung zu beachten, insbesondere bei der Handhabung von Rohfleisch und nicht-pasteurisierten Produkten. Hygiene-Maßnahmen wie gründliches Händewaschen nach Kontakt mit Tieren sind unerlässlich, um eine Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern.