Bürgermeister-Duell in Luckenwalde: Kandidaten packen brisante Themen an!

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Am 28.08.2025 fand in Luckenwalde ein MAZ-Wahlforum statt, bei dem acht Bürgermeisterkandidaten ihre Positionen zu Klimawandel und Extremismus präsentierten.

Am 28.08.2025 fand in Luckenwalde ein MAZ-Wahlforum statt, bei dem acht Bürgermeisterkandidaten ihre Positionen zu Klimawandel und Extremismus präsentierten.
Am 28.08.2025 fand in Luckenwalde ein MAZ-Wahlforum statt, bei dem acht Bürgermeisterkandidaten ihre Positionen zu Klimawandel und Extremismus präsentierten.

Bürgermeister-Duell in Luckenwalde: Kandidaten packen brisante Themen an!

Die Bürgermeisterwahl in Luckenwalde wirft bereits jetzt ihre Schatten voraus. Am 28. August 2025 fand im Biotechnologiepark ein spannendes MAZ-Wahlforum statt, bei dem sich acht Kandidaten der Bürgeröffentlichkeit präsentierten. Fast 250 Gäste kamen, um die Positionen der Bewerber zu erfahren und sich ein Bild von ihrem Engagement für die Stadt zu machen. Der Wahltermin steht nun fest: Am 28. September 2025 wird gewählt.

Der Abend im Biotechnologiepark war geprägt von vielfältigen Themen, die die Kandidaten während des Forums diskutieren konnten. Moderiert von MAZ-Journalistinnen erhielten alle Teilnehmer nur eine Minute Zeit für ihre Antworten auf die Fragen der Gäste, was zu lebhaftem Austausch führte. Im Mittelpunkt standen dringende Anliegen wie der Klimawandel, Rechtsextremismus und Finanzfragen, die für die künftige Entwicklung der Stadt zentral sind.

Klimawandel im Fokus

Der Klimawandel wurde von sieben der acht Kandidaten als großes Problem für Luckenwalde benannt. Olaf Wendel (parteilos) stellte die Notwendigkeit in den Raum, auf erneuerbare Energien zu setzen und die Stadt zu begrünen, während Gordon Roth von „Gemeinsam für Luckenwalde“ die Versiegelung der städtischen Flächen anprangerte und sich für eine bessere Nutzung der grünen Flächen einsetzte. Im Gegensatz dazu bezweifelte Jan-Hendrik Klaps von der AfD die Existenz eines Klimaproblems und verwies auf historische CO₂-Werte. Diese Diskussion spiegelt eine ähnliche Entwicklung wider wie in anderen Städten, beispielsweise in Lübeck, wo der kommunale Wärmeplan die Wärmewende steuern soll und Klimaneutralität bis 2040 angestrebt wird.

In Luckenwalde wurde bereits zwischen Mai 2012 und Sommer 2013 ein integriertes Klimaschutz- und Energiekonzept entwickelt, das durch die Klimaschutzinitiative des Bundes gefördert wurde. Es bleibt abzuwarten, ob die neuen Bürgermeisterkandidaten ähnliche Ansätze verfolgen werden, um die Stadt zukunftsfähig zu gestalten. In einem Kontext, in dem die Stadt sich auch mit den Auswirkungen steigender Betriebskosten auseinandersetzt, ist die Chancen für einen nachhaltigen Umbau besonders groß.

Finanzen und Stadtentwicklung

Ein weiteres zentrales Thema der Debatte war die finanzielle Situation der Stadt. Während Jochen Neumann und Olaf Wendel für Investitionen plädierten, um Zukunftsperspektiven zu schaffen, verfolgt Jan-Hendrik Klaps einen anderen Plan: weniger Ausgaben durch den Verzicht auf Dienstwagen und die Förderung von Privatisierung. Dieser Vorschlag stieß bei anderen Kandidaten auf Skepsis, etwa bei Gordon Roth, der die städtischen Kitas lieber in städtische Trägerschaft führen möchte.

Das Thema Stadtentwicklung wurde ebenfalls angeschnitten. Die Kandidaten einigten sich darauf, dass einige Ruinen, wie die am Nettomarkt, einem Abriss nicht entkommen sollten. Während Felix Menzel von der CDU philosophierte und „Grenzen in den Köpfen“ ansprach, kritisierte Jochen Neumann die Polarisierung und sprach sich für ein Umgestalten statt Abreißen aus. Der Abend machte deutlich, dass viele Kandidaten ein gutes Händchen für eine Stadt im Wandel haben.

Angesichts der laufenden Diskussionen um den Klimaschutz und die Stadtentwicklung in Luckenwalde bleibt abzuwarten, welche Richtung die neue Stadtführung einschlagen wird. Die Bürger haben die Gelegenheit, ihre Stimme abzugeben und dabei zu entscheiden, wie sich die Stadt in den kommenden Jahren entwickeln soll. Während die Kandidaten ihre Standpunkte weiterhin darlegen, wartet die Öffentlichkeit gespannt auf den Wahltermin.

Das ganze Forum ist online verfügbar, sodass Interessierte die Chance haben, sich selbst ein Bild zu machen. Die Bürger können sich bei Fragen zum Klimaschutz oder zur Stadtentwicklung auch an das Stadtplanungsamt wenden, das laufend an Projekten zur Förderung der erneuerbaren Energien arbeitet.