Greifswald: Ostsee-Gymnasium wächst – Mehr Platz für junge Talente!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

Greifswald plant den Anbau des Ostsee-Gymnasiums, während Veranstaltungen in Vorpommern und Themen rund um Typ-1-Diabetes beleuchtet werden.

Greifswald plant den Anbau des Ostsee-Gymnasiums, während Veranstaltungen in Vorpommern und Themen rund um Typ-1-Diabetes beleuchtet werden.
Greifswald plant den Anbau des Ostsee-Gymnasiums, während Veranstaltungen in Vorpommern und Themen rund um Typ-1-Diabetes beleuchtet werden.

Greifswald: Ostsee-Gymnasium wächst – Mehr Platz für junge Talente!

Eine bedeutende Ergänzung für das Ostsee-Gymnasium in Greifswald steht bevor. Mit einem Anbau von 5,7 Millionen Euro wird die Bildungseinrichtung nicht nur mehr Platz schaffen, sondern auch die Lebensqualität vieler Kinder und ihrer Familien verbessern. Der Baustart ist für den Frühsommer 2024 geplant, und bis zum Schuljahr 2027/28 soll das neue Gebäude fertiggestellt werden. Das Ostsee-Gymnasium, das von der Berufsfachschule Greifswald GmbH betrieben wird, umfasst eine breite Palette von Bildungsangeboten, einschließlich einer Grundschule, einer regionalen Schule, eines Kindergartens, eines Hortes und einer Berufsschule. Rund 183 Familien haben sich bereits um die 40 neuen Plätze in der Grundschule beworben, was die hohe Nachfrage zeigt.

Doch neben der baulichen Erweiterung gibt es auch ernsthafte Herausforderungen, mit denen viele Kinder konfrontiert sind, insbesondere diejenigen, die an Typ 1-Diabetes leiden. Diese Erkrankung, bei der die Bauchspeicheldrüse kein Insulin produziert, nimmt in Deutschland zu. Jährlich erkranken Tausende Jugendliche – in Mecklenburg-Vorpommern sind es etwa 650 Heranwachsende. Das Klinikum Karlsburg bietet hierfür spezifische Behandlungen und Schulungen an, um betroffenen Familien zu helfen, die Herausforderungen dieser Krankheit besser zu bewältigen. Laut der Deutschen Diabetes Gesellschaft leben in Deutschland schätzungsweise bis zu 17.400 Kinder unter 14 Jahren mit Typ 1-Diabetes. Die Unterstützung dieser Kinder im Therapiemanagement in Bildungseinrichtungen ist essenziell, doch die Realität sieht oft anders aus.

Herausforderungen für Familien

Eine Online-Umfrage der AG Inklusion der DDG hat ergeben, dass fast 48% der Eltern berichten, dass ihre Kinder nicht gleichberechtigt am Schulleben teilnehmen können. In Kindergärten wird jedes dritte Kind mit Diabetes von mehrtägigen Fahrten ausgeschlossen, während in Grundschulen und weiterführenden Schulen der Ausschluss nur bei unter zehn Prozent liegt. Dies macht deutlich, dass in vielen Fällen die notwendige Unterstützung fehlt, um betroffenen Kindern eine gleichwertige Bildung zu ermöglichen. Zudem haben fast vier von zehn Müttern nach der Diabetesdiagnose ihren Beruf reduziert, was die finanzielle Situation vieler Familien erheblich belasten kann.

In Österreich ist die Situation ähnlich. Rund 3.500 Kinder und Jugendliche leben mit Typ 1-Diabetes, und der Anstieg der Fallzahlen ist eindeutig. Fehlende spezialisierte Stellen in den Diabeteszentren und unzureichende mobile Betreuungen erschweren die Integration in Schulen und Kindergärten. Die Österreichische Diabetes Gesellschaft fordert verstärkte Schulungen für pädagogisches Personal, um die Akzeptanz und Unterstützung von Kindern mit Diabetes zu verbessern. Der Handlungsbedarf ist klar: Für eine optimale Versorgung müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden.

Ansätze für die Zukunft

In Greifswald und Umgebung sind auch verschiedene Veranstaltungen geplant, die das Gemeinschaftsgefühl stärken und gleichzeitig Informationen über relevante Themen verbreiten. Am Wochenende finden in Usedom und Greifswald Veranstaltungen wie „Manga Mania“ und die „Gützkow Baby One More Time“ Party statt. Zudem plant der Usedomer Fischsommelier André Domke einen Weltrekordversuch mit einer großen Fischdose, was sicher ein spannendes Event für die Region wird. Am 14. November wird auch die Sängerin Sarah Lesch in der Jakobikirche ein Wunschkonzert geben, was eine weitere Möglichkeit bietet, sich in der Gemeinschaft zu engagieren und zusammenzukommen.

Koserow wurde außerdem als „Tourismusort Barrierefreiheit geprüft“ ausgezeichnet, was bedeutet, dass mehrere Betriebe in der Region die Standards für barrierefreies Reisen erfüllen. Die Gemeinde plant, in Zukunft noch mehr Angebote zu schaffen und Unternehmer zur Teilnahme am Programm „Reisen für Alle“ zu motivieren, um einen barrierefreien Zugang für alle zu gewährleisten.

Die Situation für Kinder mit Typ 1-Diabetes macht deutlich, dass es in vielen Bereichen noch viel zu tun gibt. Der dringende Bedarf an Unterstützung und die kontinuierliche Aufklärung über die Herausforderungen dieser Erkrankung müssen in den kommenden Jahren thematisiert werden, um betroffenen Familien die nötige Hilfe zu bieten. Es bleibt zu hoffen, dass Initiativen und Veranstaltungen, wie sie aktuell in Greifswald und Umgebung stattfinden, dazu beitragen, das Bewusstsein zu schärfen und Veränderungen herbeizuführen.