Grundstein gelegt: Neue Rettungswache in Hintersee für bessere Notfallhilfe!
Eine neue Rettungswache in Hintersee wird gebaut, um die Notfallversorgung im Landkreis Vorpommern-Greifswald zu verbessern.

Grundstein gelegt: Neue Rettungswache in Hintersee für bessere Notfallhilfe!
Die dringend benötigte Verbesserung der Notfallversorgung in ländlichen Gebieten erhält einen deutlichen Schub: In Hintersee, an der Grenze zu Polen, wird eine neue Rettungswache errichtet. Mit der offiziell kürzlich erfolgten Grundsteinlegung am 25. September 2025 haben die Bauarbeiten begonnen. Diese Initiative zielt darauf ab, die medizinische Versorgung im Landkreis Vorpommern-Greifswald erheblich zu verbessern.
Der Landkreis-Sprecherin Nele Hartleben zufolge ist es nicht nur ein wichtiger Schritt für die Bürger, sondern auch eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter. Der Landrat Michael Sack (CDU) hebt hervor, dass eine moderne Infrastruktur für die Sicherheit der Menschen vor Ort entscheidend ist.
Gestaltung und Ausstattung der neuen Rettungswache
Der Neubau wird eine Grundfläche von 345 Quadratmetern bieten und ist mit modernsten Einrichtungen ausgestattet: Neben Umkleide- und Aufenthaltsräumen wird es ein hochwertiges medizinisches Lager sowie Stellplätze für Rettungsfahrzeuge geben. Besonders hervorzuheben ist die geplante Photovoltaikanlage, die nicht nur Strom liefert, sondern auch zur Senkung der Betriebskosten beiträgt. Die geschätzten Baukosten liegen bei etwa 1,5 Millionen Euro, mit einer geplanten Fertigstellung im Herbst 2026.
Aktuell sind die Rettungsdienste in einem gemieteten Ferienhaus untergebracht, was nicht den heutigen Standards entspricht. Wartezeiten, mangelhafte Lagermöglichkeiten und das Fehlen angemessener Umkleidebereiche sind in dieser Umgebung die Regel. Schon die Bauzeit bis zur Grundsteinlegung von sieben Jahren illustriert die Dringlichkeit des Neubaus.
Verantwortung und Versorgungsgebiet
Die zukünftige Rettungswache wird für die Gemeinden Ahlbeck, Hintersee, Karpin sowie weitere Gebiete bis Glashütte und Grünhof zuständig sein. Nicht nur die Quantität der Einsätze ist hierbei entscheidend, auch die Qualität der Versorgung hat unter den gegenwärtigen Umständen gelitten. Diese neue Einrichtung soll das ändern und die Qualität der medizinischen Versorgung in ländlichen Gebieten gewährleisten.
Zusätzlich werden weitere Rettungswachen in der Region geplant. So steht beispielsweise in Albinshof bei Anklam bald die Grundsteinlegung an. Auch in Murchin sollen im kommenden Jahr neue Ausbaupläne verwirklicht werden. Während die Rettungswache in Ueckermünde noch in der Planungsphase ist, wird ein Standort am Ameos-Gelände nahe dem Hubschrauberlandeplatz angestrebt.
Die Bedeutung des Rettungsdienstes
Die Notwendigkeit eines gut ausgestatteten Rettungsdienstes wurde auch in einer aktuellen Analyse des Leistungsniveaus im Rettungsdienst, durchgeführt von der Bundesanstalt für Straßenwesen, deutlich. Die Analyse zeigt, dass trotz der Herausforderungen durch die Corona-Pandemie die Notfallrate in den letzten Jahren gestiegen ist. Für den Zeitraum 2020/21 wurden etwa 16,1 Millionen Einsatzfahrten ausgewertet, was die Wichtigkeit eines funktionierenden Rettungsdienstes unterstreicht.
Der Neubau in Hintersee steht als Symbol für einen zukunftsorientierten Rettungsdienst, der nicht nur die Notwendigkeit der medizinischen Versorgung erkennt, sondern auch die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter verbessert. Mit dem neuen Standort wird ein weiterer Schritt in Richtung einer besseren Notfallversorgung in ländlichen Regionen gegangen.